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documenta-Stadt Kassel

Betreuung von ausländischen Wissenschaftlern und Studierenden in der Region Kassel in Zukunft in einer Hand

18. Juli 2002. Kassel (psk). Der lang gehegte Wunsch der Universität Kassel, in Zukunft für alle ausländischen Wissenschaftler und Studierende an der Universität einen Ansprechpartner zu schaffen, wird nun ein Stück weit Realität, teilte Bürgermeister Ingo Groß am Donnerstag im städtischen Pressedienst mit.

Kanzler Dr. Hans Gädeke hatte den Vorschlag an die Stadt herangetragen, in Zukunft eine Anlaufstelle für die vielen ausländischen Wissenschaftler und Studierende in Kassel zu schaffen. Damit würden Wege abgekürzt und gleiches Recht bei der Anwendung und Auslegung von Vorschriften für alle geschaffen und somit auch ein Stück Bürgerfreundlichkeit geboten.

Der einfachste Weg wäre gewesen, wenn das Land Hessen im Wege einer geänderten Verordnung die Betreuung für den ausländischen Personenkreis der Universität Kassel auf das Ausländeramt der Stadt übertragen hätte, meinte Groß. Dies sei jedoch leider daran gescheitert, dass das Land nur eine einheitliche Verordnung für alle Universitätsstädte habe erlassen wollen und sich die Ausländerämter der anderen Städte geweigert hätten, diese Mehrarbeit zu leisten.

Dagegen habe die Stadt Kassel von Anfang an erklärt, sie begreife es als einen Akt der guten Zusammenarbeit mit ihrer Universität und als einen Schritt zu mehr Bürgerfreundlichkeit, dem Wunsch der Universität zu entsprechen, auch wenn dies Mehrarbeit bedeute.

In Gesprächen mit der Regierungspräsidentin Oda Scheibelhuber als Aufsichtsbehörde, Landrat Dr. Udo Schlitzberger für das Ausländeramt des Landkreises als benachbarte Behörde und ihm als in Kassel zuständigen Dezernenten für das Ausländerwesen sei nun eine gemeinsame Lösung, zumindest für die Region Kassel, gefunden worden, erklärte der Bürgermeister. Es solle nun ein gemeinsamer Kreisordnungsbezirk für Stadt und Landkreis Kassel für die ausländischen Gastwissenschaftler und Studenten der Universität Kassel beim Ordnungsamt der Stadt Kassel gebildet werden. Stadt und Landkreis hätten sich auf einen entsprechenden Antrag beim Regierungspräsidium geeinigt, wobei die Erteilung der Genehmigung bereits signalisiert sei. Die Umstellungskosten von rund 5.000 Euro teilten sich die Universität Kassel und der Landkreis Kassel.

Bürgermeister Groß begrüßte das gefundene Ergebnis als einen weiteren wichtigen Beitrag zur guten Zusammenarbeit mit der Universität Kassel und als Beispiel für eine gelungene Verzahnung von Aufgaben von Stadt Kassel und Landkreis Kassel.



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