13. September 2006. „In die Stadt - ohne mein Auto“ heißt es am Freitag, 22. September, auch in Kassel. Oberbürgermeister Bertram Hilgen rief aus Anlass des EU-Aktionstages dazu auf, vom Auto auf Busse und Bahnen oder auch das Fahrrad umzusteigen, um die Innenstadt zu erreichen. Selbstverständlich könne auch eine besonders umweltfreundliche Fortbewegungsart, das Gehen, gewählt werden.
Hilgen meinte weiter, der 22. September könne damit für viele Kasseler Bürgerinnen und Bürger der Einstieg sein, auf umweltfreundlichere Fortbewegungsarten umzusteigen und das Auto öfters stehen zu lassen. Dies alles sei ein Beitrag zum Klimaschutz, der immer wichtiger werde. Ziel sei es, ein Umdenken in Gang zu setzen, damit dem europaweit rasant ansteigenden CO2-Emissionen im Verkehrssektor entgegengewirkt werden könne. Um ein kleines Beispiel zu geben, habe er sich entschlossen, am 22. September seine Termine entweder zu Fuß, per Rad oder Straßenbahn und Bus zu absolvieren.
Die Stadt und die Kasseler Verkehrs-Gesellschaft (KVG) werden am 22. September von 10 Uhr bis 14 Uhr im Rathaus-Vestibül über die vielfältigen Möglichkeiten des Umsteigens informieren.
Am Stand der KVG können Besucher den so genannten Benzinkostenrechner nutzen. Damit kann individuell und kostenlos ermittelt werden, wie viel Benzin man auf welcher Wegstrecke mit dem Auto braucht. Für viele Autofahrer könnte sich der Umstieg auf Bus und Tram lohnen. Zudem bietet ein Mitarbeiter am Stand Informationen und Begleitmaterial zum Thema Feinstaub.
Auch die Stadtverwaltung gibt Informationen. Die Vermessung und Geoinformation der Stadt Kassel bietet die derzeit aktuellen Ausgaben des Fahrradstadtplanes und der Regionalen Radroutenkarte an. Speziell für den Aktionstag ist die neue Radroutenkarte sowie der aktuellen Liniennetzplan als interaktive Stadtplan-CD in beschränkter Auflage im Angebot.
Das Amt informiert ebenso wie der städtische Fahrradbeauftragte Gerhard Späth über die Möglichkeiten des Radfahrens in Kassel und auch über die geplanten neuen Fahrradwege. Und der Fahrradbeauftragte unterstützt Interessierte bei der individuellen Streckenauswahl von der Wohnung zum Arbeitsplatz und zurück.
Ein besonderes Bonbon ist das Angebot von Gerhard Späth, am Freitag, 22. September, mit den Bürgerinnen und Bürgern auf der Fahrradroute 1 von der Innenstadt bis zur Stadtgrenze nach Vellmar zu radeln. Hier können - wenn nötig - Verbesserungsvorschläge gemacht werden.
Wer Lust und Interesse hat, mit dem Fahrradbeauftragten der Stadt diese etwa fünf Kilometer Route zu radeln, sollte sich bei Gerhard Späth per Telefon unter 05 61/7 87-62 27 oder 05 61/7 87-70 75 bis Donnerstag, 21. September, 15 Uhr, anmelden. Treffpunkt ist am 22. September, 14 Uhr, die Rathaustreppe.
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