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documenta-Stadt Kassel

OB Hilgen: Ausweitung der Ladenöffnungszeiten unsinnig

29. September 2006. „Die Preisgabe des Ladenschlusses ist arbeitnehmer- und familienfeindlich“, erklärte Oberbürgermeister Bertram Hilgen im städtischen Pressedienst auf die Ankündigung der Landesregierung, die Ladenöffnungszeiten in Hessen weitgehend freizugeben.

Das Argument, verlängerte Öffnungszeiten würden den Umsatz ankurbeln bzw. Stagnation verhindern, sei längst widerlegt. Eine Freigabe der Ladenöffnungszeiten schaffe nicht mehr Umsatz, sondern verteile diesen zeitlich nur anders, stellte der Kasseler OB klar. „Das haben die Erfahrungen während der Fußballweltmeisterschaft deutlich bewiesen.“

Weiterhin würden vor allen Dingen teilzeitbeschäftigte Frauen - die das Gros der Beschäftigten im Einzelhandel stellen - unter der neuen Regelung leiden. „Die geplante Freigabe der Ladenöffnungszeiten macht es Frauen noch schwieriger, Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen!“, sagte Hilgen. Shopping rund um die Uhr hätte zudem negative Auswirkungen auf das Vereinsleben und das ehrenamtliche Engagement, befürchtete der OB abschließend.



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