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documenta-Stadt Kassel

Stadt stellt sich ihrer Veränderung

26. Oktober 2006. Wie sieht Kassel im Jahr 2050 aus? Dieser ausgesprochenen schwierigen Frage stellt sich die Stadt Kassel bereits im Jahr 2006 und sucht nach Antworten. Aus diesem Grund, so Oberbürgermeister Bertram Hilgen im städtischen Pressedienst, seien in dezernats- und ämterübergeifenden Arbeitsgruppen im Laufe des Jahres aktuelle und geschätzte Daten für Kassel zusammengetragen, die vermuteten Auswirkungen des Bevölkerungswandels diskutiert und auf dieser Grundlage Ziele formuliert und Umsetzungsschritte geplant worden. Eines sei schon heute sicher, so Hilgen: „Kassel wird älter, kleiner und bunter!“

Im Jahr 2050 werde in Kassel der Anteil der über 50jährigen bei 51,8 Prozent liegen und der über 80jährigen mit 13,6 Prozent doppelt so groß sein wie heute. Die Zahl der Einwohner werde sich voraussichtlich bis 2020 von heute 194.000 auf 184.000 und bis 2050 auf 158.000 verringern, wobei der Anteil der Menschen mit Wurzeln aus anderen Ländern stetig steigen werde.

Im Rahmen einer Zukunftskonferenz am 24. und 25. November, zu der die Stadtverordneten, Ortsvorsteherinnen und Ortsvorsteher, der Landrat des Landkreises Kassel, die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der Umlandgemeinden, führende Vertreterinnen und Vertreter der Kirchen, Wirtschaftunternehmen, Verbände und gesellschaftlichen Interessengruppen der Stadt eingeladen wurden, sollen nun die Arbeitsergebnisse der Stadt Kassel zur Diskussion gestellt werden. „Die kritischen Auseinandersetzung mit den Zielen der Stadt soll zu einer gemeinsamen Sicht auf die notwendige Zusammenarbeit aller gesellschaftlichen Gruppen führen“, erklärte Oberbürgermeister Hilgen weiter.

Während der Zukunftskonferenz wird Elisabeth Niejahr, Korrespondentin der „ZEIT“, die gesellschaftlichen und sozialen Auswirkungen des demografischen Wandels beleuchten. Professor Dr. Rolf-Dieter Postlep, Präsident der Universität Kassel, wird aus Sicht der Regionalentwicklung auf die Herausforderung für die Region Nordhessen blicken und Ludwig Georg Braun, Vorstandsvorsitzender der B. Braun AG Melsungen und Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, wird die Sicht der Unternehmen vertreten.



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