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documenta-Stadt Kassel

Lebensbegleitendes Lernen für die Region auf den Weg gebracht

14. November 2006. „Wir haben heute den Startschuss für lebensbegleitendes Lernen in Stadt und Landkreis Kassel gegeben“. Mit diesen Worten fasste Vizelandrat Uwe Schmidt die ersten Ergebnisse einer gemeinsamen Auftaktveranstaltung von Stadt, Kreis und Hessischem Kultusministerium in der Kasseler Volkshochschule zusammen.

Auf Einladung von Oberbürgermeister Bertram Hilgen, Landrat Dr. Udo Schlitzberger und Dr. Heinrich Berthold, zuständiger Abteilungsleiter im Hessischen Kultusministerium, trafen sich Vertreter von Wirtschaftsverbänden, Behörden und Bildungseinrichtungen, um gemeinsam die Möglichkeiten für die Einrichtung eines Zentrums Lebensbegleitendes Lernen (ZLL) in Nordhessen zu diskutieren.

„Ein Wirtschaftsraum, der ein ganzheitliches und abgestimmtes Aus-, Weiterbildungs- und Qualifizierungsangebot unter einem Dach vorweisen kann, hat gegenüber anderen Regionen klare Vorteile“, verwies die Kasseler Schuldezernentin Anne Janz auf die zentrale Bedeutung lebenslangen Lernens in der Wissensgesellschaft. Stadt, Landkreis und Land zögen dabei an einem Strang, so Janz. Mit dem von der Landesregierung verfolgten Konzept, regionale Initiativen für Zentren für lebensbegleitendes Lernen anzustoßen, sollen besonders junge Menschen im Übergang in die Arbeitswelt und Erwachsene, die an ihrer beruflichen Qualifikation arbeiten wollen, gefördert werden, erläuterte Dr. Berthold die Inhalte des ZLL-Konzepts.

Schmidt: „Wir stellen sowohl im Berufsschulalltag wie auch bei den unterschiedlichen Programmen zur Unterstützung arbeitsloser Menschen immer wieder fest, dass die vorhandenen Bildungsangebote nicht für diese Herausforderung gewappnet sind.“ Diese Einschätzung werde von den Bildungseinrichtungen geteilt - dafür spreche die große Bereitschaft an der Vorbereitung der Auftaktveranstaltung und dem Aufbau eines ZLL.

Lebensbegleitendes Lernen erfordere, ergänzte Janz, dass Volkshochschulen, Schulen für Erwachsene, Berufsschulen und Bildungseinrichtungen der Wirtschaft gemeinsam und koordiniert Angebote erarbeiten müssen, bei denen die spezifischen Bedürfnisse von jungen Menschen und weiterzuqualifizierender Erwachsener in der Region im Mittelpunkt stehen. „Diese pädagogische Integration ermöglicht individuell zugeschnittene Bildungswege und wir übernehmen hier kommunale Bildungsverantwortung“, so die Kasseler Schuldezernentin weiter.

Das ZLL-Konzept beruhe auf vier Leitideen, erläuterte Antonius Schröder vom Landesinstitut Sozialforschungsstelle Dortmund, der die Auftaktveranstaltung leitete. „Die erwachsene Persönlichkeit des Lernenden steht im Zentrum, die Fähigkeit sein Leben zu gestalten wird zum zentralen Bildungsziel, die Nähe zum Alltag des Lernenden erleichtert den Einstieg in die Bildungsphase und schließlich die Orientierung an der speziellen Lernbiographie hilft, den lebensbegleitenden Ansatz zu sichern“, informierte Schröder.

Janz und Schmidt waren sich einig, dass die Initiative „Zentren Lebensbegleitendes Lernen“ im Raum Kassel auf fruchtbaren Boden falle und der bestehende Initiativkreis aus Vertretern von Bildungseinrichtungen der Region nach der Auftaktveranstaltung erweitert werden könne.

Im Rahmen der Auftaktveranstaltung referierten Hans-Peter Hochstätter (Hessisches Kultusministerium), Friedhelm Holl (Arbeitsagentur Kassel), Regionalmanager Holger Schach, Harald Gertz (Stellvertretender Geschäftsführer der IHK Kassel), Professor Ute Clement (Institut für Berufsbildung der Universität Kassel) und der Leiter des Staatlichen Schulamtes für die Stadt und den Landkreis Kassel, Karl-Werner Hildebrand.



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