21. Dezember 2006. Oberbürgermeister Bertram Hilgen hat die Entscheidung seines Magistratskollegen, Bürgermeister Thomas-Erik Junge, zur Leitung der gemeinsamen Volkshochschule von Stadt und Landkreis Kassel begrüßt und ihm für die Kooperation gedankt. „Bürgermeister Junge hat seine Bedenken gegen die Berufung von Katharina Seewald zurückgestellt, um die Zusammenführung der beiden Volkshochschulen im Jahr 2006 geordnet abzuschließen zu können, so dass in 2007 das Projekt Volkshochschule Region Kassel mit vollem Rückenwind Fahrt aufnehmen kann.“
„Mit Katharina Seewald an der Spitze der Vhs Region Kassel und Gerhard Klingelhöfer in gehobener Funktion als pädagogischer Leiter ist eine kluge und sinnvolle Entscheidung getroffen worden“, so OB Hilgen. Der pädagogische Leiter habe eine wichtige Schlüsselstelle in der neuen gemeinsamen Bildungseinrichtung, Klingelhöfer bringe an dieser Stelle seine vielfältigen Erfahrungen und Kenntnisse ein.
Die Haltung von Bürgermeister Junge, in dieser Frage politisch durchaus leidenschaftlich die eigene Positionen zu vertreten, daraus aber einen Weg zu finden, dem man gemeinsam gehen könne, diene den Interessen der Bürgerinnen und Bürger, betonte OB Hilgen. Es sei ein Beispiel dafür, dass die fünf hauptamtlichen Magistratsmitglieder in den nunmehr eineinhalb Jahren seit seinem Amtsantritt eine neue Kultur gefunden hätten, um diese Zielsetzung zu erreichen. „Politischer Streit der Sache wegen – ja; politischer Streit wegen des Effekts – nein!“
Oberbürgermeister Hilgen unterstrich, dass das Verfahren zur Gründung und zur Besetzung der Leitungsfunktionen der neuen Vhs geordnet abgelaufen sei. „Der Magistrat hat die öffentlich-rechtliche Vereinbarung am 11. Dezember beschlossen, Bürgermeister Thomas-Erik Junge hat – wie es Paragraph 3 der Vereinbarung vorsieht - auf dieser Grundlage jetzt das Einvernehmen des Vertragspartners Stadt Kassel über die Leitung mitgeteilt.“ Erst danach werde Katharina Seewald mit der Leitung der gemeinsamen Vhs beauftragt.
Wenn es Irritationen im Lauf des Verfahrens über die Personalangelegenheiten gegeben habe, seien sie durch den CDU-Kreisvorsitzenden Kassel-Land und Landtagsabgeordneten Dr. Walter Lübcke ausgelöst worden. Dieser habe im Vorfeld dem Landkreis signalisiert, dass Bürgermeister Junge mit Seewald einverstanden sei und mit dieser Erklärung die Voraussetzungen zur Vorabveröffentlichung der Personalangelegenheiten geschaffen, betonte OB Hilgen abschließend.
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