15. März 2007. Den ersten Spatenstich zum Baubeginn der Geh- und Radwegebrücke „Neue Mühle“ zwischen Kassel-Niederzwehren und Fuldabrück-Bergshausen haben heute Oberbürgermeister Bertram Hilgen und der Bürgermeister der Gemeinde Fuldabrück, Dieter Lengemann, gesetzt.
Die 71,2 Meter lange Brücke soll die Fulda nördlich einer kleinen Insel im Bereich der Neuen Mühle als Einfeldbrücke überspannen. Aufgrund der großen Spannweite wurde ein Stahl-Beton-Verbundquerschnitt gewählt. Um die Unterhaltungskosten für die Brücke zu minimieren, wurde ein wetterfester Stahl gewählt, der keine Korrosionsbeschichtung benötigt. Erreichbar ist die Brücke auf beiden Flussseiten über Rampen, die parallel zum Ufer verlaufen und eine behinderten- und radverkehrsgerechte Steigung von sechs Prozent aufweisen.
Der Neubau der Rad- und Gehwegüberführung der Fulda in Höhe der Neuen Mühle ist eine seit langem gewünschte Verbindung der Gemeinde Fuldabrück mit dem Kasseler Stadtteil Niederzwehren. Für das Gemeinschaftsprojekt der Stadt Kassel, der Gemeinde Fuldabrück und der Städtische Werke AG wurde nach guter und konstruktiver Zusammenarbeit aller Beteiligten im Jahr 2003 eine Vereinbarung getroffen, die Planung, Bau und Nutzung der Brücke regelt.
Alle Seiten profitieren vom Neubau der Brücke. Für die Bürger des anliegenden Ortsteils Fuldabrück-Bergshausen und des Stadtteils Niederzwehren bildet die Brücke eine schnelle Verbindung. Weiterhin wird eine attraktivere Führung des Radweges R1 linksseitig der Fulda von Bergshausen bis in die Fuldaaue ermöglicht. Eine Routenführung verläuft nach Fertigstellung über den Standort Messehallen und über das Bundesgartenschau-Gelände zur Gärtnerplatzbrücke während die neue Streckenführung die geplante Multifunktionshalle anbindet und auf der Westseite der Fulda entlang der Karlsaue die Gärtnerplatzbrücke erreicht.
Die Städtische Werke AG findet in der Brücke eine kostengünstige Möglichkeit, mit ihren Versorgungsleitungen die Fulda zu überqueren und übernahm deshalb die Kosten für die Entwurfs- und Ausführungsplanung. Die Baukosten der Brücke belaufen sich auf 1.160.000 Euro. Davon sind 951.600 Euro durch Fördermittel des Landes Hessen abgedeckt. Die restlichen Kosten von rund 200.000 Euro werden hälftig von der Gemeinde Fuldabrück und der Stadt Kassel getragen.
Mit dem Bau der Brücke wurde im Dezember 2006 die Firma beckbau GmbH aus Eschwege beauftragt. Die Rad- und Gehwegbrücke soll im Oktober 2007 dem Verkehr übergeben werden.
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