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documenta-Stadt Kassel

Solidarirät für Jüdische Gemeinde

16. Mai 2007. Die uneingeschränkte Solidarität der Stadt Kassel hat Oberbürgermeister Bertram Hilgen der Jüdischen Gemeinde Kassel versichert, nachdem die Familie und Freunde ihres Rabbiners am vergangenen Samstag Ziel antisemitischer und rassistischer Äußerungen geworden waren. Hilgen schrieb an die Jüdische Gemeinde Kassel: „Dass die Jugendlichen, die das zu verantworten haben, unter Alkoholeinfluss standen, macht die Sache nicht besser und entschuldigt nichts.“ Es sei gut zu wissen, dass diese zwischenzeitlich ermittelt werden konnten.

Die Jüdische Gemeinde in Kassel sei über Jahre und Jahrzehnte langsam wieder gewachsen. „Darüber sind wir sehr froh“, unterstrich Kassels Oberbürgermeister. „Unsere jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger sind ein fester Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens in Kassel. Ich will, das dies so bleibt. In Kassel sollen sich alle Menschen gleich welcher Herkunft oder Religionszugehörigkeit wohl und geborgen fühlen“, führte Hilgen weiter aus. Unser Zusammenleben solle von Freundschaft, Respekt und Toleranz geprägt sein. Das seien Werte, ohne die es keine Zukunft für ein demokratisches Gemeinwesen gebe. Es seien Werte, die es immer wieder aufs Neue zu vermitteln gelte – im Elternhaus und in der Schule, am Arbeitsplatz und im Alltag.

Die Beleidigungen, denen sich jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger ausgesetzt sahen, würden uns alle treffen, unterstrich Kassels OB. „Ihnen treten wir entschlossen entgegen. Sie werden von uns nicht geduldet!“ Er hoffe, dass die Jugendlichen erkennen würden, wie schwer ihre Worte andere Menschen verletzt hätten und dass sie von sich aus angemessene Worte und Gesten der Entschuldigung finden würden, machte Hilgen abschließend deutlich.



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