04. Juni 2007. Einen einmaligen investiven Zuschuss in Höhe von 90.000 Euro wird die Stadt Kassel dem Verein documenta Forum e. V. zur Mitfinanzierung der dauerhaften Installation und Erneuerung der Lichtskulptur des documenta-Künstlers Horst H. Baumann „Laserstrahl“ gewähren. Dies hat am heutigen Montag der Magistrat in seiner Sitzung beschlossen.
Bürgermeister Thomas-Erik Junge erklärte, mit kaum einem anderen documenta-Kunstwerk im öffentlichen Raum identifiziere sich die Kasseler Bevölkerung so sehr wie mit dem Laserscape. Der Laserstrahl vernetze stadtgesellschaftlich bedeutsame Architektur unterschiedlicher Zeitstellung, so den Zwehrenturm, entstanden 1330, den Herkules sowie die Orangerie zu Beginn des 18. Jahrhunderts erbaut, und bringe sie so ins Bewusstsein der Menschen. Das Lichtzeichen zeichne so ein Navigationssystem zur Orientierung im historischen und kulturellen Selbstverständnis der Stadt.
Das Projekt „Laser-Environment“, das Horst H. Baumann zur documenta 6 im Jahr 1977 entwickelte, gab den Anstoß zur ersten permanenten Laser-Licht-Skulptur LASERSCAPE Kassel ab Januar 1979. Der Laserscape hat sich in den vergangenen 26 Jahren zum nächtlichen Wahrzeichen und zum Symbol des kulturellen Selbstverständnisses der documenta-Stadt Kassel entwickelt.
Der städtische Zuschuss in Höhe von 90.000 Euro soll für die dauerhafte Installation und Erneuerung der Lichtskulptur „Laserstrahl“ verwendet werden. Die Technik des documenta-Kunstwerks ist zwischenzeitlich veraltet und somit dringend erneuerungsbedürftig. Mit der Erneuerung der Technik wird der Betrieb wesentlich kostengünstiger möglich sein, da sich der Stromverbrauch auf nur etwa ein Hundertstel des jetzigen Verbrauchs verringert.
Vorgesehen ist die Anschaffung von drei neuen Lasern, so dass künftig wieder ein grüner Laser vom Zwehrenturm zum Herkules strahlt, ein roter vom Turm zur Orangerie und ein Dritter vom Turm zum Landesmuseum verläuft, von wo er zum Herkules weitergeleitet wird.
Im Rahmen einer breit angelegten Bürgeraktion des documenta-Forums (Verkauf von 7.325 Lasermetern) seien bisher 35.000 Euro gesammelt worden, führte Junge abschließend aus.
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