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documenta-Stadt Kassel

Land der Ideen: Gärtnerplatzbrücke wird am 11. Juli eingeweiht

08. Juni 2007. Die im Rahmen des bundesweiten Wettbewerbes „Land der Ideen“ ausgezeichnete Gärtnerplatzbrücke über die Fulda in Kassel wird am Mittwoch, 11. Juli, mit einem kleinen „Brückenfest“ offiziell eröffnet und eingeweiht. Das teilte Stadtbaurat Norbert Witte jetzt mit. Der Termin war von den Organisatoren der unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Köhler stehenden Aktion "Land der Ideen" bereits im vergangenen Jahr festgelegt und bundesweit publiziert worden. „Dann können sich die Bürgerinnen und Bürger der Stadt über das neuartige Material und das weltweit erstmals angewandte Klebeverfahren von Ultra-hochfesten Betonbauteilen der Gärtnerplatzbrücke informieren“, so Witte.

Mittlerweile seien alle Brückenteile aus Ultra-hochfestem Beton geklebt, die tragende Konstruktion der Brücke werde bis zum 8. Juni fertig gestellt. „Nachdem alle Betonplatten aufgeklebt waren, konnte auch das Edelstahlgeländer vermessen werden. Es wird derzeit hergestellt und danach montiert.“ Die Bauarbeiten kämen nunmehr gut voran, so Witte. So würden derzeit die Arbeiten zum Aufbringen der rutschfesten Beschichtung auf dem Bauwerk erfolgen. Die Pflasterung der Rampenbereiche und Brückenvorfelder werde ab dem 11. Juni ausgeführt. Der Einbau der wasserdichten Übergangskonstruktionen zwischen Überbau und Widerlager sei für den 18. Juni vorgesehen.

„Die Brücke darf erst dann dem Verkehr übergeben werden, wenn eine erste Hauptprüfung durchgeführt wurde, die bestätigt, dass sie in allen Details genau den Vorgaben der Gutachter und der Brückenplanung entspricht. Das Baurecht wurde aufgrund des experimentellen Charakters seinerzeit im Wege einer Zustimmung im Einzelfall erwirkt, weil keine gültige Norm oder Bemessungsvorschrift für den Baustoff weit oberhalb des Standes der Technik existiert“, erläuterte der Stadtbaurat.

Außerdem werden von der Universität derzeit noch zahlreiche Messeinrichtungen angebaut und in Betrieb genommen, die den Forschern der Universität auch zukünftig wichtige Daten über das praktische Verhalten des neuen Werkstoffs „unter Verkehr“ liefern werden.

Witte weiter: „Ich bin nicht zufrieden mit dem Verlauf der Bauarbeiten und den damit verbundenen Einschränkungen für Fußgänger und Radfahrer, die die Fulda überqueren möchten. Aber mit dem Versuch, innovative Bautechnik aus der Universität Kassel in Kassel selbst umzusetzen, ist das Risiko verbunden gewesen, nicht jeden Schritt wie im konventionellen Bau vorher sagen zu können.“ Er hoffe nun aber nach nunmehr zweijähriger Bauzeit , dass Kassel mit der Gärtnerplatzbrücke für die Fachwelt zu einem weiteren technischen Anziehungspunkt werde.



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