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documenta-Stadt Kassel

Ökologische Wohngebiete für Oberzwehren

06. Juli 2007. Für das Gelände der ehemaligen hessischen Lehr- und Versuchsanstalt für Gartenbau und Floristik in Oberzwehren und die angrenzenden Flächen zwischen Oberzwehrener Straße, Heinrich-Plett-Straße, den Straßen Entenbühl und Auf dem Angel sowie dem Dönchebach soll ein Bebauungsplan aufgestellt werden. Dies hat jetzt der Magistrat der Stadtverordnetenversammlung empfohlen.

Ziel der Planung sei, so Stadtbaurat Norbert Witte im städtischen Pressedienst, ein neues städtebauliches Nutzungskonzept für das ehemalige Gartenbaugelände zu entwickeln. Als Modellprojekt „Ökologisch Planen und Bauen in Kassel“ sollten zwei Wohngebiete entstehen, die mit erneuerbaren Energien versorgt würden. Ergänzend würden Standorte für einen Gartenbaubetrieb und für eine Berufschule geschaffen. Im Rahmen der Erschließung sollten Wegeverbindungen und ein öffentlicher Grünzug das Gebiet durchqueren und mit dem umgebenen Stadtgebiet verbinden, erläuterte Witte weiter.

Mit der Erarbeitung eines Energiekonzeptes habe die Stadt das in Kassel ansässige nordhessische Kompetenznetzwerk „Dezentrale Energietechnologie e. V. (deENet)“ beauftragt. Das städtebauliche Konzept sehe zwei Siedlungsbereiche im Norden und im Süden des Plangebietes vor, die ebenso Raum für Einfamilienhaus-Babauung böten wie für Hausgruppen, kompaktere Baumformen und gemeinschaftliche Bauprojekte. Im Fall einer durchgängigen Einzelhausbebauung entstünden etwa 45 Grundstücke. Insgesamt habe das Plangebiet, so der Baudezernent, eine Größe von etwa neun Hektar Fläche und umfasse auch den neuen Standort des ökologischen Landbaubetriebes der Kasseler Werkstatt - Sozialgruppe Kassel e. V. und ein bereits vom Landkreis für die Willy-Brandt-Schule erworbenes Teilgrundstück. Die Kasseler Werkstatt wolle auf ihrem Grundstück einen ökologisch orientierten Hofladen einrichten.

Eine sparsame Straßenerschließung solle so durch Fuß- und Radwege ergänzt werden, dass eine vielfältige Durchwegung durch das bisher als geschlossene Barriere wirkendes Gebiet entstehe. Ausgehend von den vorhandenen Gärten am Dönchebach solle ein überwiegend öffentlicher Grünzug nach Norden verlaufen, der langfristig bis zur Dönche führen könnte, führte Witte weiter aus.

Der vorliegende Arbeitsstand basiere auf dem im vergangenen Jahr gemeinsam mit Kasseler Architektur- und Planungsbüros in einem Workshopverfahren erarbeiteten inhaltlichen und städtebaulichen Konzept für das Projekt. Der jetzige Aufstellungsbeschluss leite nun das förmliche Planungsverfahren ein. Parallel habe die Stadt begonnen, einen städtebaulichen Vertrag mit der Hessischen Landgesellschaft, die mit der Vermarktung beauftragt sei, zu erarbeiten, der die konkreten Rahmenbedingungen der Umsetzung festlege, erklärte der Stadtbaurat abschließend.



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