10. September 2007. Mit der Enthüllung eines Informationsschildes über den Technologiepark Marbachshöhe gab am heutigen Montag Stadtbaurat Norbert Witte gemeinsam mit Georg Schedler von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben den offiziellen Startschuss für die Vermarktung des Technologieparks Marbachshöhe. Dabei unterstrich Stadtbaurat Witte, der Technologiepark Marbachshöhe in Kassel-Bad Wilhelmshöhe sei eine ideale Adresse für regional und überregional operierende Unternehmen. Seine zentrale Lage in Deutschland ermögliche die Erreichbarkeit aller Wirtschaftszentren in kurzer Zeit. Besondere Attraktivität genieße der Standort durch seine fußläufige Entfernung zum ICE-Bahnhof, zum Dienstleistungszentrum Bad Wilhelmshöhe und zum Technologiezentrum FiDT. Eine direkte Straßenbahnanbindung ermögliche darüber hinaus den Mitarbeitern das bequeme Erreichen der Kasseler City und der umliegenden Ortsteile.
Die Nähe zum Stadtteil Bad Wilhelmshöhe, zur Dönche, zum Bergpark und zum Naturpark Habichtswald sowie hochwertige Einrichtungen der Nahvorsorgung, der Hotellerie und Gastronomie würden die besondere Lagegunst unterstreichen, so der Stadtbaurat weiter. Bei den Parzellen handele es sich um die letzten Flächen, die im unmittelbaren Umfeld des ICE-Bahnhofs zur individuellen Bebauung zur Verfügung stünden und direkt vom Eigentümer Bund erworben werden könnten. Witte: „Diese Chancen sollten Unternehmen jetzt für sich nutzen.“
Der Stadtbaurat wies darauf hin, dass erste Vorbereitungen zur Entwicklung des Geländes bereits 2001 getroffen worden seien. Die Voraussetzungen für die anschließenden Baumaßnahmen seien dann 2004 mit der Unterzeichnung des Städtebaulichen Vertrags zwischen Stadt und Bund geschaffen worden. Im Oktober 2006 seien die umfangreichen Ordnungs- und Erschließungsarbeiten als Grundlage für die Entwicklung des Technologieparks fertiggestellt worden. Rund 8,6 Millionen Euro seien in Straßen, Kanalisation, Strom, Wasser, Fernwärme und Telekommunikation investiert worden. Die Erschließung sei so konzipiert, dass bei dem Zuschnitt der vermarktbaren Flächen eine große Variabilität gegeben sei.
Witte machte deutlich, die Hälfte der Investitionskosten habe die Europäische Union im Rahmen des Ziel 2-Programms mit der Maßgabe beigesteuert, dort diesen Technologiepark zu schaffen. Der andere Teil der Entwicklungskosten werde durch die Grundstückserlöse der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben finanziert.
Bereits jetzt haben im Technologiepark Marbachshöhe einige Firmen eine Heimat gefunden. So erwarb die Firma Trondesign das frühere Kammergebäude der Bundeswehr im Technologiepark. Inzwischen wurde es vom Unternehmen aufwändig und bedarfsgerecht umgebaut. Ganz aktuell sei, dass mit der Firma Carts (Echtzeitsimulationssysteme für Antriebstechnik) ein Unternehmen aus dem FiDT in den Technologiepark umziehen werde, teilte Stadtbaurat Witte mit. Der Kaufvertrag zwischen dem Bund und der Firma sei vor wenigen Tagen geschlossen worden. Bereits seit mehreren Jahren vor Ort sei die Firma Eurocopter (Luftfahrttechnik), die ein bundesweites Schulungszentrum erfolgreich am Standort betreibt.
Witte machte deutlich, dass auf dem insgesamt 15 Hektar großen Gelände gegenwärtig 23 Objekte als bebaute oder unbebaute Flächen verkauft werden könnten. Entsprechend der Nachfrage könnten die unbebauten Flächen größenvariabel angeboten werden. Der Verkauf der Grundstücke erfolge „voll erschlossen“ direkt vom Eigentümer Bund. Zuständiger Vertragspartner sei die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, Nebenstelle Kassel. Die Bodenpreise bewegten sich nach den aktuellen Bodenrichtwerten in der Größenordnung von 120 bis 130 Euro pro Quadratmeter. Damit sei für Kassel zwar ein überdurchschnittliches Preisniveau erreicht, jedoch entspreche dies auch der herausragenden Lage des Quartiers mit Potenzial zur Wertsteigerung, erklärte der Stadtbaurat. Im bundesweiten Vergleich lägen die Bodenpreise des Standorts damit aber immer noch am unteren Ende der Preisskala. Also seien die Grundstücke nicht nur für nordhesssiche Unternehmen interessant, so das abschließende Fazit Wittes.
Weitere Informationen zum Technologiepark sind auf der Internetseite www.technologiepark-marbachshoehe.de zu finden. Unter www.kassel.de ist der Technologiepark Marbachshöhe als Menüpunkt im Bereich Wirtschaft zu finden, außerdem ist die Internetseite unter www.stadt-kassel.de in der Rubrik Aktuelles verlinkt.
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