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documenta-Stadt Kassel

„Kassel will Vorreiter bei Klimaschutz und erneuerbaren Energien werden“

30. Oktober 2007. Als bedeutenden Schritt zum Umbau der Energiewirtschaft sieht Kassels Oberbürgermeister Bertram Hilgen die Umstellung der Stromlieferverträge des kommunalen Energieversorgers Städtische Werke auf Wasserkraft aus Skandinavien statt des bislang üblichen Energiemixes aus Kohle und Atomkraft. Kassel, das Vorreiter bei Klimaschutz und erneuerbarer Energien werden wolle, leiste damit einen spürbaren Beitrag zum globalen Klimaschutz und zur Förderung erneuerbarer Energien.

Hilgen unterstrich: „Wir dürfen uns nicht nur sonntags mit Festreden für Klimaschutz und erneuerbare Energien einsetzen, sondern müssen dies auch in alltäglicher Kleinarbeit in die praktische Politik einfließen lassen.“ In Kassel werde bereits seit den 80er Jahren auf klimafreundliche Fernwärme gesetzt, führte der OB weiter aus. So habe der frühere Oberbürgermeister Hans Eichel damals Schritte in die richtige Richtung eingeleitet, als viele andere noch auf falsche Wege in der Energiepolitik setzten. So sei beispielsweise bei der Erneuerung des Kraftwerks in Kassel eine damals moderne Kraft-Wärme-Kopplung entstanden.

Seit seiner Wahl zum Oberbürgermeister im Jahr 2005 verstärke Kassel sein Engagement für umweltfreundliche erneuerbare Energien. Ziel sei es, Fotovoltaikanlagen auf allen geeigneten Gebäuden zu installieren. „In der Stadt werden heute – auch dank des Erneuerbaren Energiegesetzes (EEG) der rot-grünen Koalition in Berlin – in 282 Anlagen rund 2,1 Millionen kWh sauberster Solarstrom erzeugt, während dies 2004 nur etwas mehr als 420.000 kWh in 116 Anlagen waren, erklärte Hilgen.

Weiteres Energieeinsparpotenzial sehe er in der Gebäudesanierung, führte der Kasseler Oberbürgermeister weiter aus. In diesem Bereich sei die Kasseler Universität mit dem Zentrum für umweltbewusstes Bauen bundesweit führend. Ein Kasseler Architekt habe gerade dieser Tage die Weltmeisterschaft im solaren Bauen in der USA gewonnen. „Hier werden wir anknüpfen, um die vorhandenen Förderprogramme noch stärker auszuschöpfen“, kündigte Hilgen an. Dies diene auch der Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen im Handwerk und bei den Energieunternehmen in der Region wie SMA und Viessmann, die schon heute international anerkannt seien.



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