29. Januar 2008. Den vielen aktiven Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie Wahlhelfern hat der stellvertretende Kreiswahlleiter, Helmut Schäfer, am Dienstag im städtischen Pressedienst für ihren großartigen Einsatz am Tag der Landtagswahl gedankt. Ohne deren Engagement wäre es nicht möglich gewesen, dass Kassel als erste hessische Großstadt ihre Ergebnisse in den Wahlkreisen 3 und 4 hätte melden können.
In diesem Zusammenhang wies Schäfer die Behauptung zurück, dass es noch am Abend eine Panne im Wahlamt gegeben habe. Auch die Behauptung, es habe dort keiner mehr rechnen wollen, sei nicht richtig. Vielmehr sei es auf eine unzulängliche Vorbereitung der HNA zurückzuführen, dass diese am Tag nach der Wahl nicht alle Ergebnisse komplett habe veröffentlichen können.
Leider habe es die HNA im Vorfeld der Landtagswahl versäumt, der Stadt ihre Zahlenwünsche zwecks Veröffentlichung mitzuteilen. So habe das Wahlamt nicht wissen können, dass die Tageszeitung die Ergebnisse nicht nach Wahlbezirken, sondern nach Stadtteilen aufbereitet, benötigt.. Mit diesem Wunsch sei man erst im Laufe des Abends zu einem Zeitpunkt konfrontiert worden, als das Wahlamt die Arbeit mehrerer hundert Wahlhelfer im Rathaus, die mit der Auszählung der Briefwahl befasst waren, zu koordinieren hatte. Danach habe zunächst die Übermittlung der Daten nach Wiesbaden Vorrang vor einer gesonderten Aufbereitung des Datenmaterials für die lokale Presse gehabt. Nach der Übermittlung habe man im Wahlamt – parallel zu anderen Aufgaben – versucht, der HNA zu helfen. Aus diesem Grund habe man unter großem Zeitdruck kurzfristig die gewünschten Zahlen durch eine besondere Programmierung zusammengestellt und der HNA übermittelt. Dass dabei unter Termindruck möglicherweise die Zahlen der Landesstimmen nicht vollständig übermittelt worden sind, sei dem Mitarbeiter des Wahlamtes nicht aufgefallen. Auch die HNA-Redaktion habe den Fehler erst festgestellt, nachdem alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und Wahlhelfer nach einem Sechzehn-Stundentag gegen 23 Uhr das Rathaus verlassen hätten. Danach sei trotz guten Willens eine neuerliche Zusammenstellung der Zahlen nicht mehr möglich gewesen.
Schäfer unterstrich, die fehlenden Daten habe das Wahlamt am Montag früh der HNA zur Veröffentlichung zugefaxt. Gleichzeitig habe er dies mit der Bitte verbunden, bei künftigen Wahlen schon in der Woche zuvor mitzuteilen, welche Daten die HNA zur Veröffentlichung benötigt. Er jedenfalls sehe keinen Anlass dafür, von einer Panne im Wahlamt zu sprechen. Es könne auch nicht die Rede davon sein, dass das Wahlamt eine Berechung vergessen habe. Diese sei weder für die städtische Wahlpräsentation noch vom Statistischen Landesamt in Wiesbaden gefordert und benötigt worden.
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