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documenta-Stadt Kassel

Persönliches Budget gibt Freiheiten

04. Februar 2008. Als ausgesprochen positiv hat sich die Umstellung beim Beförderungsdienst für Menschen mit Behinderungen bewährt, die seit dem 1. Januar vergangenen Jahres ihre Leistungen als Persönliches Budget erhalten können, teilte jetzt Stadtkämmerer Dr. Jürgen Barthel im städtischen Pressedienst mit. Das vorherige Verfahren, bei dem monatliche Fahrschecks an die Fahrdienstberechtigten ausgegeben worden seien, sei nicht mehr zeitgemäß gewesen und habe die Menschen mit Behinderungen in ihrer Beweglichkeit erheblich eingeschränkt.

Seit der Umstellung auf Budgetleistungen gehörten Beschwerden über die Qualität des Transportservices und wenig Flexibilität bei der Wahl der Taxiunternehmen der Vergangenheit an. Die selbstbestimmte Nutzung des vorhandenen Transportangebotes durch die Fahrdienstteilnehmerinnen und -teilnehmer, auch die Nutzung von Fahrangeboten von Freunden, Verwandten, Nachbarn und keine Beschränkung auf Fahrten im Stadtgebiet oder Umland, seien nur einige der Vorteile der neuen Leistungsform, führte der Kämmerer weiter aus. Ausnahmslos gebe es positive Rückmeldungen von den über 110 Fahrdienstteilnehmerinnen und -teilnehmern sowie den Behindertenverbänden, stellte der Kämmerer fest. Die Flexibilität bei der Auswahl von Fahrzielen und Transportangeboten sei der große Vorteil des neuen Verfahrens, bei dem auch individuelle Bedürfnisse berücksichtigt werden.

Die Pauschalen für die Berechtigten, die seit dem 1. Juli 2004 Leistungen im Rahmen der Hilfe zur Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft erhalten können, werden auf der Basis der Kosten der Vorjahre, unter Berücksichtigung individueller Bedarfe, festgelegt. Für die Stadt Kassel hat diese neue Leistungsform, neben den Vorteilen für die Anspruchsberechtigten auch noch einen finanziell positiven Effekt. Die jährlichen Gesamtkosten in Höhe von rund 150.000 Euro für den Behindertenfahrdienst konnten gegenüber dem Jahr 2006 um mehr als 35 Prozent auf etwa 98.000 Euro gesenkt werden. „Dies ist eine positive Entwicklung für den städtischen Haushalt“, meinte Dr. Barthel abschließend.



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