27. Februar 2008. Das documenta Archiv und der Filmladen e.V. können einen weiteren wichtigen Erfolg für die Rettung und Internet-Veröffentlichung ihrer wertvollen Bestände verbuchen - diesmal geht es um Video- und Filmmaterialien. Am 21. Februar hat die Bundeskulturstiftung einen Antrag bewilligt, der zusammen mit weiteren renommierten Einrichtungen zeitgenössischer Kunst gestellt wurde: Es handelt sich um das von der Bundeskulturstiftung ausgeschriebene KUR-Programm, zu dem sich unter den Arbeitstitel „mediaartbase.de“ das documenta Archiv Kassel mit dem Dokumentarfilm- und Videofestival Kassel, mit dem European Media Art Festival/ Experimentalfilm Workshop e.V.(EMAF Osnabrück) sowie dem Zentrum für Kunst- und Medientechnologie (ZKM Karlsruhe) zu einem zukunftsweisenden Kooperationsprojekt zusammengeschlossen hat.
Die Bedeutung des Projektes für die documenta Stadt Kassel besteht darin, dass das documenta Archiv und der Filmladen e.V. mit ihrer Mannigfaltigkeit an Beiträgen - zirka 4.000 Mitschnitte zur documenta-Geschichte und Künstlervideos zur modernen und zeitgenössischen Kunst und über 2000 eingereichte Videobeiträge von bisher 24 erfolgreichen Veranstaltungen des Dokumentar- und Videofest - eine bemerkenswerte Sammlung an audiovisuellen Medien aufbewahren. Da gerade die älteren Film- beziehungsweise Videoformate vom Zerfall bedroht sind, ist das Projekt zur Medienmigration und wissenschaftlichen Sacherschließung dringend geboten. Zudem reagiert das Projekt auf die Erfordernisse der Zeit, denn das Thema der Archivierung von Medienkunst hat in der internationalen Fachwelt in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen. Ein wichtiger Bestandteil dieser Arbeit wird die Entwicklung einer exemplarischen Datenbank-, Archiv- und Präsentationsstruktur sein, die es auch kleineren Archiven und anderen Institutionen ermöglicht, daran anknüpfen und eigene Sammlungen aufzuarbeiten.
Ausgewählte Bestände des documenta Archivs und des Filmladens werden also nach Ablauf des Projekts elektronisch aufbereitet, erschlossen und dauerhaft bewahrt- nach Projektabschluss sind die Medien sogar einem unbeschränkten Nutzerkreis zugänglich.
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