20. März 2008. Die Verbindungen zwischen israelischen Gemeinden und ihren Partnerstädten sollen zukünftig gestärkt und weitere Wege der partnerschaftlichen Begegnung und des Austausches eröffnet werden. Die ist ein Ergebnis einer dreitägigen Konferenz der Städtepartnerschaften in Israel, über die Stadträtin Brigitte Bergholter - im Magistrat zuständig für Städtepartnerschaften - jetzt im städtischen Pressedienst berichtete. Eine Kasseler Delegation (Foto) mit Oberbürgermeister Bertram Hilgen an der Spitze hatte auf Einladung der israelischen Regierung anlässlich des sechzigjährigen Bestehens des Staates Israel an der „Sisters Cities Conference“ in Jerusalem teilgenommen. Rund 850 Repräsentanten aus 27 Nationen waren als Vertreter von Partnerstädte gekommen. Kassels Partnerstadt in Israel ist seit 1969 Ramat Gan.
Zum Verlauf und Programm der Konferenz erläuterte Stadträtin Bergholter: „ Nach einer Begrüßung durch den israelischen Premierministers Ehud Olmert, in der er die rasante Entwicklung des jungen Staates Israel hervorhob und die Arbeit der vertretenen Stadtregierungen würdigte, arbeiteten die Konferenzteilnehmer in verschiedenen Workshops. Sie setzten sich dabei mit den Herausforderungen zukünftiger Stadtentwicklung auseinander und tauschten gelungene Beispiele und Erfahrungen aus. Es ging dabei um die Attraktivität der Städte im Vergleich, die Entwicklungsziele des neuen Millenium, Stadtgestaltung und Friedensinitiativen, die Auswirkung der Globalisierung auf die kommunale Wirtschaft, kommunale Führung als Basis staatlicher Führung sowie Jugend im Mittelpunkt von Stadtentwicklung.
Das Arbeitsprogramm wurde ergänzt durch eine Stadtführung in der Altstadt von Jerusalem, der Besichtigung der Holocaust Gedenkstätte Yad Vashem mit einer ergreifenden Gedenkzeremonie.
Als Zeichen der Verbundenheit aber auch der Verpflichtung der Partnerstädte mit und für Jerusalem erhielt jeder Teilnehmer eine Patenschaftsurkunde für einen in den Hügeln Jerusalems gepflanzten Baum. Im „Wald des Friedens“ erinnerte der Sprecher des Jewish National Fund an das Versprechen 7 Millionen Bäume - für jeden israelischen Staatsbürger einen- , zu pflanzen. Die Botschaft „Von hier aus gedeiht alles“ wurde in 27 Sprachen ausgerufen.
Die Kasseler Delegation wurde im Anschluss an die Konferenz von ihrer Partnerstadt Ramat Gan, zusammen mit den Repräsentanten weiterer acht Partnerstädte von der Stadtregierung empfangen. Ein umfangreiches Stadtprogramm verdeutlichte die atemberaubende städtebauliche Entwicklung Ramat Gans, informierte über zwei wichtige stadtgesellschaftliche Schwerpunkte: Entwicklung und Erfolge im Schul- und Bildungswesen und die Qualitätsentwicklung im Bereich der Seniorenarbeit- und Einrichtungen.
Ein kultureller Leckerbissen erwartete die Delegationen im King Olaf Theater, als eine talentierte Gruppe der Schauspielschule ein Musicalmedley in hebräischer Sprache auf die Bühne brachte.
Die Bürgermeister aller Partnerstädte bedankten sich im Rahmen eines Farewell Dinners bei den Repräsentanten der Stadtregierungen für die israelische Gastfreundschaft und gaben der Hoffnung und dem erklärten Willen Ausdruck, „Dank, Verbundenheit und Freude auf zukünftige Projekte symbolisierten die Gastgeschenke, die am Ende einer arbeitsintensiven, ereignis- und erlebnisreichen Tagung überreicht wurden.“
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