31. März 2008. Der renommierte französische Publizist und Politologe Prof. Alfred Grosser hat im Goethe-Institut-Paris die Kasseler Erinnerungskistenausstellung eröffnet. In einer einfühlsamen Rede hob Grosser hervor, wie sehr ihn das Glück und die Lebensfreude beeindruckten, die aus den Erinnerungskisten sprechen. Im Zentrum stehe häufig die Familie und er frage sich, was für zukünftige Generationen im Alter deren Platz einnehmen werde. Angesichts der Veränderungen des Zusammenlebens, das allenthalben zu beobachten sei, eine brennende Frage in ganz Europa.
„Die Kisten und ihre versteckten Erinnerungen erzählen Geschichten vom Mut und dem Lebenswillen der Nachkriegsgeneration. Für die nachfolgenden Generationen ist es wichtig, die Erinnerungen und Erfahrungen der Menschen zu hören, zu sehen und mit ihnen darüber zu sprechen. Das Projekt Erinnerungen Raum geben (Faire place aux souvenirs), ist dazu bestens geeignet“, so Grosser in seinen Ausführungen
Zu Beginn der Vernissage begrüßte die Leiterin des Goethe-Institutes-Paris Angelika Ridden die zahlreich erschienenen Gäste. Unter anderem die Vertreterin der Deutschen Botschaft Gabriele Weber, insbesondere aber die Ehrengäste aus Kassel: Dr. Vera Lasch, Geschäftsführerin des Kulturnetz Kassel, Renate Mathei, Verlegerin Euregio-Verlag (Ausstellungskatalog) und Projektleiterin Angelika Trilling, Referat für Altenarbeit der Stadt Kassel. Trilling hatte nach der Eröffnungsrede einen Rückblick auf die Entstehung des Projektes gegeben und seine Zielsetzungen erläutert - in bestem Französisch versteht sich.
Dr. Jürgen Barthel, Stadtkämmerer und Vorsitzender der Walter-Heilwagen-Stiftung, konnte aus Termingründen nicht an der Eröffnung teilnehmen. Er bedankte sich fernmündlich bei Sabine Belz, Goethe-Institut-Paris, und Manfred Zalfen Stadtteilzentrum Agathof, für die Organisation der Ausstellung. Die Heilwagen-Stiftung hatte das Vorhaben gefördert.
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