18. April 2008. Den Platz unter der Autobahnbrücke an der Giesenallee sollen die Skater und Biker schnellstens wieder nutzen können. Deshalb würden dort noch in diesem Jahr 85.000 Euro in neue Rampen investiert, kündigten Jugenddezernentin Anne Janz und Stadtbaurat Norbert Witte im städtischen Pressedienst an. Damit zeige der Magistrat, dass man die Jugendlichen nicht vertreiben wolle, sondern auf ihre Wünsche im Rahmen der städtischen Möglichkeiten eingehe.
Sie seien überrascht von der Ankündigung der Kasseler Skaterszene, so Janz und Witte weiter, anlässlich der nächsten Stadtverordnetensitzung zu einer Demonstration vor dem Rathaus aufzurufen, um ihrer Forderung nach einem sofortigen Wiederaufbau des Skaterplatzes und nach höheren Investitionen als jetzt von der Stadt angekündigt Nachdruck zu verleihen. Im übrigen sehe die Tagesordnung der Stadtverordnetensitzung am 21. April auch keine Befassung des Themas „Skateranlage“ vor. Dies sei auch nicht nötig, da alles in die Wege geleitet sei, damit noch in diesem Jahr wieder an der Giesenallee geskatet werden könne.
Entstanden sei das Problem durch einen Brandanschlag im vergangenen Jahr, bei dem Teile der aus Holz gefertigten Anlage zerstört wurden. Dadurch habe es auch an der Autobahnbrücke Schäden gegeben, die auf Kosten der Stadt hätten beseitigt werden müssen, erläuterte der Stadtbaurat. Bei einer Begehung sei dann durch Fachleute festgestellt worden, dass auch alle anderen überwiegend von den Jugendlichen selbstgefertigten Teile der Anlage nicht den aktuellen Sicherheitsanforderungen entsprachen. Die Stadt habe daraufhin trotz eines ersten Signals, dass ein kleinerer Anlageteil stehen bleiben können, bis Ersatz aus Betonteilen beschafft werde, Anfang dieses Jahres die gesamte Anlage aus Brandschutz- und Verkehrssicherheitsgründen entfernen lassen müssen.
Die Stadt habe mit den Jugendlichen ein Beteiligungsprojekt durchgeführt und einen Fachmann mit der Vorbereitung der Ausschreibung für die neue Anlage beauftragt. Gleichzeitig sei den Skatern angeboten worden, sie bei der Auswahl der neuen Sportgeräte zu beteiligen, erklärten Janz und Witte. Die Jugendlichen haben inzwischen Bauteile im Wert von zirka 85.000 Euro ausgesucht.
Mehr sei in diesem Jahr allerdings nicht möglich, so Stadträtin Janz und Stadtrat Witte. Deshalb könne man auch den Forderungen der Skater nicht nachkommen, insgesamt 150.000 Euro noch in diesem Jahr aufzubringen, um wieder unter der Autobahnbrücke an der Giesenallee den Skatern und Bikern ein umfassendes Sportangebot zu machen. Allenfalls könne im Rahmen der Haushaltsberatungen für 2009 erneut über weitere Anschaffungen für die Skateranlage beraten und entschieden werden. Aus diesem Grund sei es erfreulich, dass die Skater selbst Sponsorenmittel einwerben wollten, um die Anlage schneller wieder erstehen zu lassen und moderner auszustatten.
Stadträtin Janz und auch Stadtbaurat Witte unterstrichen, die Stadt habe sich bisher immer deutlich zu dem Standort der von den Skatern „Hall of Fame“ genannten Anlage unter der Autobahnbrücke bekannt. „Das wird auch in Zukunft so bleiben!“ erklärte beide abschließend..
Stadt Kassel
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Rathaus / Obere Königsstraße 8
34112 Kassel
Telefon: 0561 / 787-1231 oder 0561 / 787-1232
Telefax: 0561 / 787-87
E-Mail: presse@stadt-kassel.de
Pressesprecher Hans-Jürgen Schweinsberg
Pressesprecherin Petra Bohnenkamp
Kassel und die Region im Internet:www.kassel.de
Die Stadtverwaltung im Internet: www.stadt-kassel.de
Die Pressestelle documenta-Stadt Kassel ist Mitglied bei www.presse-service.de. Dort können Sie Mitteilungen weiterer Pressestellen recherchieren und per E-Mail abonnieren.