28. April 2008. In einem einjährigen Pilotversuch testet die Stadt Kassel die Akzeptanz der Bezahlmöglichkeit für Parkgebühren per Mobilfunktelefon im Bereich Karlsplatz/Rathaus. Stadtbaurat Norbert Witte und der Leiter des Straßenverkehrsamtes, Gunnar Polzin, haben das System heue vorgestellt.
Stadtbaurat Witte sieht in der Einführung des Handyparkens einen weiteren Baustein, um die Kasseler Innenstadt nachhaltig zu stärken: „Fast jeder verfügt heute über ein Handy, aber das Kleingeld für das Parken hat man nicht immer passend parat. Daher setze ich gerne dieses innovative System ein.
Die technische Umsetzung erfolgt mit dem System „sms&park“ der Firma sunhill technologies GmbH aus Bubenreuth. Anders als bei anderen Anbietern braucht sich der Parkkunde hierbei zuvor nicht registrieren zu lassen. Er schreibt einfach eine SMS mit Kfz-Kennzeichen und der gewünschten Parkdauer an die Kurzwahl 82118. Die Parkgebühr gilt dann als entrichtet, wenn der Parkraumnutzer eine Bestätigungs-SMS erhalten hat. Diese dient als Nachweis der Parkgebührenentrichtung. Eine zusätzliche Gebühr für die Nutzung von sms&park entsteht nicht. Für das Versenden der Bestell-SMS entstehen lediglich Kosten in Höhe einer SMS-Gebühr, die sich nach der jeweiligen persönlichen Vereinbarung mit dem Mobilfunkanbieter des Handy-Parkers richtet. Die Abrechnung der Gebühren erfolgt über die Mobilfunkrechnung beziehungsweise mittels Verrechnung mit dem Prepaid-Guthaben.
Ein Vorteil der Bezahlmöglichkeit mit Handy ist auch, dass der Nutzer eine Erinnerungs-SMS erhält, wenn seine Parkzeit abläuft. Er kann dann seine Parkzeit per SMS bis zum Erreichen der Höchstparkdauer verlängern. Dies ist von überall möglich, egal ob man im Cafe, beim Frisör oder im Wartezimmer eines Arztes sitzt und es wieder einmal länger dauert.
Zur Zeit bieten diesen Service die Mobilfunkanbieter T-Mobile und Vodafone an, e-plus-Kunden werden in Kürze ebenfalls an dem Dienst teilhaben können.
„Sollte der einjährige Pilotversuch erfolgreich verlaufen, werden wir das System weiter ausdehnen“, kündigte Stadtbaurat Witte an.
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