26. Mai 2008. Alle Personen, die zwischen Freitag, 16. Mai, und Donnerstag, 22. Mai, engen Kontakt mit einem an einer Meningokokken-Infektion Typ B erkrankten Wirt eines Bettenhäuser Lokals hatten, hat das Gesundheitsamt Region Kassel eine vorbeugende Gabe von Antibiotika empfohlen. Wie die Leiterin des Gesundheitsamtes, Dr. Karin Seuren-Kronenberg, am Montag in einer Pressekonferenz mitteilte, gebe es gegen diese Gruppe von Meningokokken keine Impfung. Die Erkrankung werde durch eine sogenannte Tröpfcheninfektion übertragen, wobei Sekrete und Ausscheidungen, zum Beispiel Schleim und Spucke über den Nasen-Rachen-Raum, ansteckungsfähig seien. Gefährdet seien insbesondere Kinder und Erwachsene, die einen engen Kontakt mit dem Erkrankten hätten, beispielsweise durch Küssen und/oder Umarmungen.
Die Erkrankung könne mit starken Kopfschmerzen, Fieberschütteln, Schüttelfrost und Schwindel beginnen. Es komme zu einem schweren Krankheitsgefühl, bei einem Teil der Erkrankten entwickele sich eine Gehirnhautentzündung, bei der auch andere Organe mit Störung der Blutgerinnung beteiligt sein könnten. Die Erkrankung, unterstrich die Gesundheitsamtchefin, sei zwingend behandlungsbedürftig. Der Erkrankte müsse in ein Krankenhaus eingewiesen werden.
Zur erkrankten Person teilte Dr. Seuren-Kronenberg mit, dass diese immer noch in Lebensgefahr schwebe. Dem Patienten gehe es aber etwas besser. Wer engen Kontakt mit dem Wirt gehabt habe, solle sich beim Gesundheitsamt Region Kassel unter der Telefonnummer 0561 10031981 melden. Dieses Notfalltelefon sei 24 Stunden, rund um die Uhr, bis Ende der Woche geschaltet.
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