04. Juni 2008. Ist Shisha-Rauchen gefährlich oder doch harmlos, wie viele Jugendliche behaupten? Viele Eltern sind sich unsicher, wenn es darum geht, die Risiken des Shisha-Rauchens richtig einzuschätzen und eine eigene Position zu entwickeln, erklärt Frau Stadträtin Janz. Das bestätigen die zahlreichen Nachfragen bei der Drogenberatung Nordhessen e.V. und beim Jugendamt.
Shisha ist der Name für eine Wasserpfeife, in der vor allem aromatisierte Fruchttabake geraucht werden, die giftige und krebserregende Stoffe beinhalten und zudem eine hohe Teerkonzentration aufweisen. Die Menge des Nikotins, das beim Shisha-Rauchen aufgenommen wird, ist höher als beim Rauchen von Zigaretten, denn eine Shisha Sitzung dauert bis zu einer Stunde, in der jeder annähernd 100 intensive Züge nehmen kann. Dies erhöht die Suchtgefahr deutlich.
Jugendliche greifen immer öfter zur Wasserpfeife, denn Shisha-Rauchen ist trendy, und gilt als „cooler“, geselliger und entspannender Zeitvertreib. So rauchen bereits 14 Prozent der zwölf- bis 17-Jährigen regelmäßig Shisha; 31Prozent haben im letzten Jahr wenigstens einmal Shisha geraucht.
Grund genug für Eltern, sich mit diesem Konsumtrend auseinanderzusetzen und mit ihren Kindern darüber zu sprechen. Dies sollte in ruhiger und sachlicher Weise geschehen, denn das Shisha-Rauchen ist gesundheitlich bedenklich, aber auch kein Grund zur Panikmache.
Stadträtin Anne Janz begrüßt, dass von der Fachstelle für Suchtprävention der Drogenhilfe Nordhessen e.V. in Abstimmung mit dem Drogenbeauftragten des Jugendamtes nunmehr ein Faltblatt entwickelt wurde, das in anschaulicher und informativer Weise Eltern über dieses wichtige Thema aufklärt und ihnen Hilfestellung für ein Gespräch mit ihrem Sohn oder Tochter gibt.
Das Faltblatt ist beim Jugendamt der Stadt Kassel, Irmgard Schweinsberg, Zimmer K 230, Telefon 7 87-51 56, erhältlich.
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