03. September 2008.
Als einen „ganz Großen des deutschen Sports, der den Namen seiner Heimatstadt Kassel national und international zu Anerkennung verholfen hat“ würdigte Oberbürgermeister Bertram Hilgen den Kasseler Ehrenbürger und Wappenring-Träger Dr. Max Danz, der am Samstag, 6. September, seinen 100. Geburtstag gefeiert hätte.
Der am 20. Juni 2000 in Kassel verstorbene Mediziner gilt als einer der herausragenden deutschen Sportfunktionäre der Nachkriegszeit. So war Dr. Max Danz treibende Kraft beim Aufbau des Nationalen Olympischen Komitees, fungierte 28 Jahre lang als Vizepräsident. Im Jahr 1950 gehörte er zu den Gründungsvätern des Deutschen Sport Bundes (DSB) und war maßgeblich beteiligt an einer einheitlichen Dachorganisation des Sports. Im Präsidium des DSB wirkte er 24 Jahre mit. Darüber hinaus ist der Aufbau der Deutschen Leichtathletik nach dem 2. Weltkrieg fest mit dem Namen Max Danz, 1932 selbst Olympia-Teilnehmer über 800 Meter in Los Angeles, verknüpft. Über 20 Jahre stand Danz an der Spitze des deutschen Leichtathletik-Verbandes und war bis zu seinem Tode dessen Ehrenpräsident.
Aber auch international hatte die Stimme von Dr. Max Danz über Jahrzehnte großes Gewicht. Knapp 30 Jahre war er Mitglied im Rat des Europäischen Leichtathletik-Verbandes (EEA), 25 Jahre bestimmte er die Geschicke im Council des Internationalen Leichtathletik-Verbandes (IAAF) entscheidend mit. Die IAAF honorierte die Verdienste des Kasseler "Sportdoktors" 1976 mit der Wahl zum Vizepräsidenten und 1981 mit der Ernennung zum Ehren-Vizepräsidenten auf Lebenszeit.
Einen olympischen Rekord der ganz besonderen Art hält Dr. Max Danz sowieso: von 1952 bis 1976 führte er die deutsche Olympiamannschaft sieben Mal in Folge als Delegationschef zu den Sommerspielen.
Für seine herausragenden Verdienste um den Sport wurde Dr. Max Danz im Jahr 1989 zum Ehrenbürger der Stadt Kassel ernannt. „Der Name Max Danz wird untrennbar mit der Geschichte seiner Heimatstadt Kassel verbunden bleiben“, erklärte Oberbürgermeister Bertram Hilgen.
Aus gegebenem Anlass findet am Samstag, 6. September, um 11 Uhr auf dem Friedhof Kirchditmold eine Gedenkveranstaltung mit Oberbürgermeister Hilgen statt.
Stadt Kassel
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Rathaus / Obere Königsstraße 8
34112 Kassel
Telefon: 0561 / 787-1231 oder 0561 / 787-1232
Telefax: 0561 / 787-87
E-Mail: presse@stadt-kassel.de
Pressesprecher Hans-Jürgen Schweinsberg
Pressesprecherin Petra Bohnenkamp
Kassel und die Region im Internet:www.kassel.de
Die Stadtverwaltung im Internet: www.stadt-kassel.de
Die Pressestelle documenta-Stadt Kassel ist Mitglied bei www.presse-service.de. Dort können Sie Mitteilungen weiterer Pressestellen recherchieren und per E-Mail abonnieren.