10. Dezember 2008. Über 60 Teilnehmer - Projektträger, lokale Akteure, Bürger, städtische Mitarbeiter - waren jetzt zusammengekommen, um gemeinsam die Zukunft des Wesertors zu gestalten. Stadtbaurat Witte begrüßte die Aktiven in der Carl-Schomburg-Schule bei der Auftaktkonferenz für „Soziale Stadt“, einem Förderprogramm, von dem der Stadtteil ab sofort profitiert. Damit können in den nächsten Jahren eine ganze Reihe von Projekten zur städtebaulichen, sozialen und wirtschaftlichen Erneuerung des Stadtteils angegangen werden. „Der Stadtteil am Fuldaufer birgt viele Potenziale, die jedoch erst noch aktiviert werden müssen“, so der Stadtbaurat.
Die Stadtteilkonferenz brachte viele gute Ideen und Vorschläge zur Aufwertung des Wesertors hervor. „Die tolle Beteiligung an der Veranstaltung zeigt schon, wie groß das Interesse an der Entwicklung des Stadtteils ist“, waren sich Sandra Lüning und Till Bode vom Stadtteilmanagement einig. „Alle Teilnehmer haben sehr produktiv zusammengearbeitet“, so Sandra Lüning, die schon seit vier Jahren mit einem Stadtteilbüro vor Ort agiert. In Zukunft soll sich das Wesertor zu einem studentischen und kulturell vielfältigen Stadtteil entwickeln. Den Freizeitwert wollen die Aktiven mit den Mitteln aus „Soziale Stadt“ verbessern und es sollen neue Begegnungsräume entstehen. Und auch das Potenzial an Ausbildungs- und Beschäftigungsplätzen soll aktiviert und erweitert werden.
Das neue Stadtteilmanagement hat seine Arbeit bereits seit August aufgenommen. Ihm wird die wichtige Aufgabe zufallen, die Umsetzung des Programms vor Ort sicher zu stellen. „Bis ins Frühjahr hinein wollen wir - auch in Zusammenarbeit mit den Bewohnern - das Handlungskonzept für die nächsten Jahre erarbeiten. Dieses wird Projekte in den verschiedensten Bereichen skizzieren: Von der Neugestaltung des Wohnumfeldes über Beschäftigungsmaßnahmen für Langzeitarbeitslose bis hin zum innovativen Jugendzentrum“, erläuterte Stadtplaner Till Bode.
Der Beteiligungsprozess ist deshalb noch längst nicht beendet. Die Ergebnisse dieser ersten Stadtteilkonferenz werden nun ausgewertet, ein erster Vorschlag für ein integriertes Handlungskonzept wird erarbeitet. Im Februar oder März soll dann eine zweite Stadtteilkonferenz stattfinden, auf der gemeinsam Prioritäten für die vorgeschlagenen Projekte entwickelt werden. Das zu erarbeitende Handlungskonzept soll für die nächsten zehn Jahre als Grundlage dienen und mit Ämtern, lokalen Trägern sowie mit den Bürgern und Bürgerinnen weiter entwickelt werden. „Alle an der Zukunft des Stadtteils sowie an der Gestaltung ihres Lebens- und Wohnumfeldes Interessierten sind herzlich eingeladen, sich an der Planung zu beteiligen“, meinte Stadtbaurat Witte.
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