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documenta-Stadt Kassel

Bauverwaltung hätte Bauvorhaben Friedenstraße gern Ortsbeirat erläutert

13. Februar 2009. Mit Unverständnis hat Stadtbaurat Norbert Witte auf die Art der Behandlung der Vorlage zum Bauvorhaben Friedenstraße 41 in der vergangenen Sitzung des Ortsbeirates Wehlheiden reagiert. Die Kritik an der Bauverwaltung sei nicht nachvollziehbar und wider besseres Wissen erfolgt, meinte der Stadtbaurat im städtischen Pressedienst. Die Bauverwaltung hätte nämlich gern – eventuell auch mit dem Investor – das vom Ortsbeirat kritisierte Bauvorhaben dem Gremium vorgestellt und erläutert.

Bei dem Schriftstück an den Ortsbeirat handele es sich im übrigen um die übliche Vorlage der Bauverwaltung, mit der die Kasseler Ortsbeiräte über größere Bauvorhaben im jeweiligen Stadtteil informiert würden und keineswegs um ein persönliches Anschreiben des Amtsleiters an den Ortsbeirat Wehlheiden, wie dargestellt, führte Witte weiter aus. In aller Regel werde dann die Bauverwaltung in die nächste Sitzung zur Beratung eingeladen.

Bereits im Jahr 2008 habe die Bauverwaltung dem Ortsvorsteher von Wehlheiden angeboten, das in der Friedenstraße geplante Bauvorhaben gemeinsam mit dem Architekten dem Ortsbeirat vorzustellen. Dieses Angebot sei leider nicht angenommen worden, das Amt für Stadtplanung und Bauaufsicht sei weder 2008 noch jetzt zur Sitzung eingeladen worden, erläuterte der Stadtbaurat. Damit habe die Stadt keine Möglichkeit erhalten, den Ortsbeirat über die Weiterentwicklung der baulichen Planung zu informieren.

In der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am 8. Dezember 2008 sei in der Fragestunde die Frage einer Stadtverordneten, die an den Sitzungen des Ortsbeirats Wehlheiden mit beratender Stimme teilnimmt, zum Stand der Planungen und des Verkaufs des ca. 1.600 m² großen Teilgrundstückes der Kita Wehlheiden vom Magistrat beantwortet worden. Die zu diesem Zeitpunkt vorliegende Planung sei Anfang Januar dem Ortsbeirat vorgelegt worden.

Der Stadtbaurat erinnerte daran, dass das Grundstück Friedenstraße 41, ehemals Fläche der Kindertagesstätte Wehlheiden, auf ausdrücklichen Wunsch des Ortsbeirates Wehlheiden als Baufläche zum Verkauf vorgesehen worden sei, um den Erhalt der Kita Wehlheiden finanziell zu sichern. Die gemeinsamen Bemühungen der Liegenschaftsverwaltung und der Bauverwaltung, dieses Grundstück zu vermarkten, hätten dazu geführt, das Bauvorhaben so zu entwickeln, wie es jetzt dem Ortsbeirat in der Vorlage dargestellt worden sei. Dass nur ein einziges größeres Haus dort gebaut werden solle, liege neben städtebaulichen Gründen u.a. daran, dass damit der Gehölzsaum des Heimbachgrünzuges und die meisten Bäume erhalten werden könnten, so Witte. Die Aufteilung der Fläche in mehrere Grundstücke mit jeweils einem oder mehreren Häusern hätte das allerdings nicht ermöglicht. Das von der Bauverwaltung in Abstimmung mit dem künftigen Bauherrn so entwickelte Gebäude stehe im Einklang mit der Bebauung entlang der Friedenstraße bis zur Kohlenstraße und bilde den baulichen Abschluss dieser ebenfalls mehrgeschossigen Bauzeile.

Alle diese Aspekte hätte die Bauverwaltung gerne dem Ortsbeirat gemeinsam mit dem Architekten vorgetragen, machte der Stadtbaurat abschließend deutlich.



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