10. August 2009.
Mit Betroffenheit reagierte Oberbürgermeister Bertram Hilgen auf den Tod der langjährigen ehrenamtlichen Kasseler Stadträtin und Vorsitzenden des Seniorenbeirates Annemarie Hartwig, die am vergangenen Samstag im Alter von 85 Jahren verstarb. Als „tief verwurzelte Kasseler Persönlichkeit, deren bespielloses Engagement für die Belange ihrer Mitmenschen über das normale Maß hinausging“, würdigte der Oberbürgermeister im städtischen Pressedienst die Verstorbene. Ihr soziales Engagement werde der Gesellschaft ebenso fehlen wie ihre natürliche, allen Mitmenschen gleich aufmerksam zugewandte Gegenwart. „In ihrem Einsatz für Andere, ihrer Freundlichkeit und ihrer Liebenswürdigkeit war sie immer ein Vorbild“, ergänzte Stadtverordnetenvorsteher Jürgen Kaiser.
Annemarie Hartwig kam am 12. Juni 1924 in Kassel in einfachen Verhältnissen zur Welt. Als Zeitzeugin des Zweiten Weltkriegs und des Wiederaufbaus wurde sie schon früh mit einem entbehrungsreichen Leben konfrontiert und hat das Leid vieler Menschen unmittelbar zu spüren bekommen. Dies mag auch einer der Beweggründe für ihr späteres soziales Wirken gewesen sein. Annemarie Hartwig war langjähriges Mitglied in der Arbeiterwohlfahrt, fast 30 Jahre davon Vorstandsmitglied. Sie gehörte 1985 zu den Mitbegründern des Vereins Soziale Hilfe e.V. und machte sich besonders stark für die Rechte benachteiligter Frauen in Kassel.
Politisch engagierte sich Annemarie Hartwig in der SPD. Sie war 14 Jahre Vorstandsmitglied im Ortsbeirat Mitte, von 1983 bis 1997 gehörte sie als ehrenamtliche Stadträtin dem Magistrat der Stadt Kassel an. „Annemarie Hartwig hat immer parteiübergreifend die Verständigung gesucht“, erklärte Stadtverordnetenvorsteher Kaiser. 1997 wählte man Hartwig zur Vorsitzenden des Kasseler Seniorenbeirates, dem sie bereits seit 1993 als Mitglied angehörte. Bis 2006 begleitete sie dieses Amt als „Sprachrohr der älteren Generation“.
Für ihr langjähriges Wirken wurde Annemarie Hartwig auch mehrfach ausgezeichnet. So erhielt sie unter anderem 1983 den Ehrenbrief des Landes Hessen, 1997 die Kasseler Stadtmedaille und 1998 das Bundesverdienstkreuz am Bande. „Mit Annemarie Hartwig verliert die Stadt Kassel eine starke Frau, die sich durch Bürgernähe einen festen Platz in den Herzen der Menschen erobert hat“, sagte Oberbürgermeister Hilgen. Gerade in ihrem Amt als Vorsitzende des Seniorenbeirates habe sie sich engagiert für die Belange der älteren Menschen in Kassel eingesetzt. „Ihrem Wirken ist es zu verdanken, dass der Seniorenbeirat ein Gremium in der Stadt ist, das nicht nur gehört, sondern auch beachtet wird“, meinte der OB abschließend.
Stadt Kassel
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Rathaus / Obere Königsstraße 8
34112 Kassel
Telefon: 0561 / 787-1231 oder 0561 / 787-1232
Telefax: 0561 / 787-87
E-Mail: presse@kassel.de
Pressesprecher Ingo Happel-Emrich
Kassel und die Region im Internet: www.kassel.de
Die Stadtverwaltung im Internet: www.stadt-kassel.de
Die Pressestelle der documenta-Stadt Kassel ist Mitglied bei www.presse-service.de. Dort können Sie auch Mitteilungen weiterer Pressestellen abonnieren, Ihr Interessenprofil verwalten oder sich ganz aus dem Verteiler löschen.