16. September 2009. Ein viertes Planungsgespräch zu den Umbauplänen der Friedrich-Ebert-Straße hat Anfang September stattgefunden. Dabei wurde deutlich, dass die unter breiter Beteiligung der Öffentlichkeit erarbeitete Vorplanung des Magistrates im Abschnitt vom Bebelplatz bis Karl-Marx-Platz kritischer diskutiert wird als die übrigen Planungsabschnitte.
Die Erläuterungen zu dem Baumbestand durch den öffentlich Sachverständigen stießen auf großes Interesse bei den Anliegern. Sein Gutachten schließt mit der Empfehlung, die vorhandenen Bäume durch neue Bäume zu ersetzen. Salzschäden, Zwergwüchsigkeit und Rückschnitte zur Freihaltung des Lichtraumprofiles in Verbindung mit zu kleinen, stark verdichteten Baumscheiben haben zu einer ungünstigen Prognose hinsichtlich der noch zu erwartenden Restlebensdauer der vorhandenen Bäume geführt. Aufgrund des unterschiedlichen Alters der Baumreihe und der verschiedenen Ahornarten besteht dort heute eine inhomogene Baumreihe. Die älteren, größeren Bäume haben nach Einschätzung des Gutachters nur noch eine Restlebensdauer von rund 19 Jahren.
Das Baumwachstum neuer Bäume werde in entsprechend baumfreundlicher Umgebung in zehn bis 15 Jahren ähnliche Baumdimensionen erreichen wie der heute vorhandene Baumbestand, so der Sachverständige. Die Planung der Stadt ermögliche dies durch entsprechende Maßnahmen.
Von den Befürwortern der Erhaltung der Bäume wurde dagegen die Radverkehrsführung im Schienenbereich gefordert, der die Stadt aus verkehrssicherheitstechnischen Gründen jedoch nicht zustimmen kann.
Im Herbst wird eine Befragung von Anliegern, Bewohnern, Eigentümern und Kunden folgen. Die Ergebnisse werden, wie Stadtbaurat Norbert Witte ankündigte, bei den weiteren Planungen berücksichtigt. Es bestehen auch in Zukunft zahlreiche Mitwirkungsmöglichkeiten der Bürger und Ortsbeiräte im Bereich sämtlicher Ausstattungselemente und weiterer Details der Planung.
„Aus Sicht der Stadt Kassel kann festgehalten werden, dass das Verständnis für den Lösungsansatz der Umgestaltung der Friedrich-Ebert-Straße bei vielen Bürgerinnen und Bürgern gewachsen ist“, sagte Stadtbaurat Witte. Die Stadtverwaltung werde daher die weitreichende Beteiligung fortsetzten und weiterhin eine breite Beteiligung aller Interessierten sicherstellen. Alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen der Planungsgespräche und auch alle, die verhindert waren, erhalten in den kommenden Wochen eine schriftliche Zusammenfassung der Veranstaltungen auf dem Postweg.
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