26. November 2009. Um die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise auf die Stadt Kassel, die Sportförderung und die neue Kasseler Bäderlandschaft geht es im Rahmen einer Veranstaltung zum Haushalt der Stadt Kassel am Dienstag, 1. Dezember, um 17.30 Uhr im Bürgersaal des Rathauses. Die städtischen Dezernenten, Oberbürgermeister Bertram Hilgen, Stadtkämmerer Dr. Jürgen Barthel, Stadträtin Anne Janz und Stadtbaurat Norbert Witte stehen für eine Diskussion mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung.
Zur Einführung referieren Oberbürgermeister Bertram Hilgen über "Sport und Sportförderung" und Stadtkämmerer Dr. Jürgen Barthel über "Die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise auf die Stadt Kassel". Auch der Neugestaltung der Kasseler Bäderlandschaft, einem der großen stadtentwicklungspolitischen Themen, soll breiter Raum gegeben werden. Zu diesem Komplex gibt es eine aktuelle neue Broschüre in der Reihe „Kassel im Dialog“, die schon jetzt auf den Internetseiten der Stadt Kassel www.stadt-kassel.de aufgerufen werden kann. Alle, die sich über die Planungen zu den Kasseler Bädern und den geplanten Neubau eines Freizeit- und Sportbades am Auedamm informieren möchten, finden darin Fakten, Ansichten des neuen Schwimm- und Freizeitbads an der Fulda sowie Meinungsäußerungen von Menschen, die sich am Planungsprozess beteiligt haben.
Hintergrund: Der Haushalt der Stadt Kassel
Der Haushalt 2010 der Stadt Kassel weist Erträge in Höhe von rund 574,4 Millionen Euro und Aufwendungen in Höhe von rund 646,0 Millionen. Euro aus. Damit beläuft sich das Defizit auf rund 71,5 Millionen Euro.
Als Hauptgründe für dieses Defizit ist die stark negative Entwicklung der Schlüsselzuweisungen und der Rückgang der Gewerbesteuer zu sehen. Als weitere Verursacher können vor allem steigende Aufwendungen für Kinderbetreuung und Jugendhilfe, Leistungen nach dem SGB XII sowie die Tariferhöhung im öffentlichen Dienst genannt werden.
Bei der Kinderbetreuung hat zeitgleich jedoch auch eine Erweiterung des städtischen Angebots stattgefunden: Es wurden zusätzliche Betreuungsplätze für unter Dreijährige eingerichtet und der Personalschlüssel in den städtischen Kindertagesstätten erhöht, womit eine Qualitätsverbesserung verbunden ist.
Durch die Sonderinvestitionsprogramme von Bund und Land investiert die Stadt Kassel bis zum Jahre 2011 zusätzlich insgesamt 60,6 Millionen Euro. Neben der Sanierung und Erweiterung von Schulgebäuden fließen davon zirka 9,08 Millionen Euro in den Bereich Sport.
In der Vergangenheit standen den steigenden Ausgaben unter anderem steigende Steuereinnahmen gegenüber. Nun können die Auswirkungen der Finanzkrise nicht mehr durch Einsparungen kompensiert werden. Ein konjunktureller Einbruch geht weder an der Wirtschaft noch am Haushalt der Stadt Kassel spurlos vorbei.
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