22. Januar 2010. Mit einer einheitlichen nordhessischen Vergabeplattform wollen die Städte Kassel und Baunatal sowie der Landkreis Kassel im Wege einer interkommunalen Zusammenarbeit im Januar 2010 den Einstieg in die elektronische Vergabe realisieren. Mit diesem neuen Online-Service wird das Angebot als öffentliche Dienstleister weiter optimiert. Durch die gemeinsame Nutzung der internetbasierten Vergabeplattform soll den Bietern ein schneller und benutzerfreundlicher Zugang zu den aktuellen Ausschreibungen der Region möglich sein.
Die Einheitlichkeit der Plattform soll sicherstellen, dass kleinere und mittelständische Betriebe nicht mehrere Hard- und Softwareprodukte kaufen und sich in diese einarbeiten müssen. Es besteht darüber hinaus die Möglichkeit, dass sich weitere Städte und Gemeinden der Region an dieser Plattform beteiligen. Langfristig seien pro Jahr durch den Betrieb der Vergabeplattform Einsparungen zu erzielen, sodass sich die Anschaffungskosten in absehbarer Zeit amortisieren, eine Akzeptanz hinsichtlich der Nutzung bei den Bietern vorausgesetzt.
Geplant ist die vollständige, standardisierte, medienbruchfreie, verschlüsselte, elektronische Abwicklung von öffentlichen Aufträgen von der Veröffentlichung über die Angebotsabgabe, die Submission bis hin zur Angebotswertung und Vergabeentscheidung. Ziel ist es den Kundenservice zu verbessern und durch Standardisierung Fehler zu vermeiden wodurch eine größere Rechts- und Prozesssicherheit zu erreichen ist. Während bei der Stadt Baunatal und beim Landkreis Kassel die Anschaffung der Vollversionsvariante vorgesehen ist, wird die Stadt Kassel zunächst nur die Veröffentlichung und den Download elektronisch anbieten, um bei Akzeptanz der Bieter ebenfalls die Vollversion zu nutzen. Eine interkommunale Projektgruppe hatte die Entscheidungen in den jeweiligen Gremien vorbereitet.
Man betrete mit dieser Entscheidung absolutes Neuland , sei aber sicher, für alle Beteiligten durch die gemeinsame Vergabeplattform insgesamt erhebliche Verbesserungen und eine Minimierung der Prozesskosten zu erreichen.
(weitere Infos gibt es im Internet unter www.evergabe-nordhessen.de)
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