31. August 2010.
Grellweiße Lichtinstallationen werden neun documenta-Außenkunstwerke bei der diesjährigen Museumsnacht am Samstag, 4. September, 20 bis 1 Uhr, in außergewöhnlicher Weise erstrahlen lassen. „Die Objekte signalisieren so ihren besonderen Stellenwert als Kunstwerke im öffentlichen Raum der documenta-Stadt Kassel“, erläuterte Oberbürgermeister Bertram Hilgen im städtischen Pressedienst. Das sei durch das beispielhafte Engagement der K+S Aktiengesellschaft möglich geworden. Dafür sprach Oberbürgermeister Hilgen dem Vorstandsvorsitzenden der K+S Aktiengesellschaft, Norbert Steiner, seinen besonderen Dank aus.
Ins rechte Licht gerückt
Die documenta hat seit ihren Anfängen immer auch den öffentlichen Stadtraum als Schauplatz künstlerischer Interventionen genutzt. Insgesamt zwölf Kunstwerke sind dauerhaft in Kassel verblieben – einige im Licht der Öffentlichkeit, andere eher im Verborgenen. Auf neun von ihnen wird während der Museumsnacht 2010 gezielt die Aufmerksamkeit des Kasseler Kunstpublikums gelenkt: Auf der Achse zwischen Karlsaue und Kulturbahnhof gelegen, erstrahlen sie im Rahmen der Aktion „documenta –Außenkunstwerke im Rampenlicht“ wie auf einer offenen Bühne. Erstmals während einer Museumsnacht ins rechte Licht gerückt werden die unterschiedlichen Werke mit ihren unterschiedlichen formalen und inhaltlichen Dimensionen. Denn obwohl nicht systematisch angeschafft, spiegeln sie doch die während der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts entwickelten grundsätzlichen Möglichkeiten von Kunst im Stadtraum: ökologisch-soziale Beziehnugen (Beuys, De Maria, Weinberger) und gesellschaftspolitische Aspekte (Schütte), architektonische Konzepte (Kirkeby, Haus-Rucker-Co) und kulturelle Definitionen (Durham), figürliche Lösungen (Borofsky) sowie ironische Gegenständlichkeit (Oldenburg). Zusätzlich beleuchtet wird das Werk von Guiseppe Penones als das erste Ausstellungsstück, mit dem sich die dOCUMENTA (13) in die Tradition der dauerhaften Übernahmen einreiht.
Über die Werke und ihre Bedeutung informiert Dr. Harald Kimpel mit einem Gesprächsprogramm „live“ an den Standorten
•21 Uhr Claes Oldenburg: „Spitzhacke“, documenta 7, 1982, Fulda-Ufer
•21.30 Uhr Guiseppe Penone: „Idee die Pietra“, documenta 13, 2012, Karlsaue / Rosenhang
•21.45 Uhr Jimmie Durham: documenta 9, 1992 Gustav-Mahler-Treppe
•22 Uhr Haus-Rucker-Co: “Rahmenbau”, documenta 6, 1977, Friedrichsplatz / Gustav-Mahler-Treppe
•22.30 Uhr Per Kirkeby: “Raumskulptur”, documenta 9, 1992, Du-Ry-Straße / documenta-Halle
•22.45 Uhr Joseph Buys: “7000 Eichen – Stadtverwaldung statt Stadtverwaltung”, documenta 7, 1982, Friedrichsplatz neben Opernhaus
•23 Uhr Walter De Maria: „Der vertikale Erdkilometer“, documenta 6, 1977, Freidrichsplatz
•23.30 Uhr Thomas Schütte: „Die Fremden“, documenta 9, 1992, Friedrichsplatz SinnLeffers
•24 Uhr Jonathan Borofsky: „Man Walking to the Sky“, documenta 9, 1992, Kulturbahnhof Vorplatz
•00.15 Uhr Lois Weinberger: documenta 10, 1997, Kulturbahnhof / Gleis 1
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