01. September 2010. Vor dem Hintergrund der ungewissen sportlichen Zukunft der Kassel Huskies und im Interesse der vielen Fans und Eishockeyfreunde in Kassel und der Region hat sich Bürgermeister und Sportdezernent Jürgen Kaiser jetzt in einem offenen Brief an die Spitze des Deutschen Eishockey-Bundes sowie die Geschäftsführung der Eishockeyspielgesellschafts mbH gewandt. Kaiser appellierte an die Entscheidungsträger, den Huskies nach den jüngsten Gerichtsentscheidungen und einer langen, von wechselnden Erfolgen und vielen Emotionen geprägten juristischen Auseinandersetzung durch ein Nachrücken in die 2. Eishockey-Bundesliga ein „Überleben“ zu ermöglichen. „Es liegt auch in Ihren Händen, ob der Verein als nennenswerte Größe des bundesdeutschen Eishockeysports fortbestehen kann und die Chance für einen Neubeginn erhält“, bat der Bürgermeister in seinem Schreiben.
Er sei sich sicher, dass die Kassel Huskies, ihr Eigner Dennis Rossing und die weiteren handelnden Personen eine kurzfristige und nüchterne Bestandsaufnahme durchführen, um darauf aufbauend ein tragfähiges Konzept für eine mögliche sportliche Zukunft des Vereins zu entwickeln, erklärte Sportdezernent Jürgen Kaiser in dem Brief weiter. Eine Aufnahme in die 2. Liga stelle eine zentrale und realistische Option dar.
Die aktuelle Situation betreffe nicht nur den Profibereich im Kasseler Eishockeysport, sondern auch die Teams im Amateurbereich, ganz überwiegend im Bereich des sportlichen Nachwuchses, so Bürgermeister Kaiser. Für diese Jugendlichen stehe und falle die Ausübung ihres Sportes mit dem Fortbestand der 1. Mannschaft, sozusagen als Motor aller Aktivitäten im Nachwuchsbereich. „Wir wissen, dass Herr Rossing seit Beginn seines Engagements bei den Huskies der Jugendarbeit besonderen Stellenwert einräumt und auch in der jetzigen schwierigen Situation diesen Aspekt im Blick behält. So hat er bekräftigt, dass die Zusage von 1000 Stunden Eiszeit für den Trainings- und Spielbetrieb auch für den Fall einer Aufnahme in die 2. Liga gilt. Hiervon profitiert ganz überwiegend die Nachwuchsarbeit“, heißt es in dem Schreiben weiter.
Auch das Neubauprojekt einer Multifunktionshalle für Kassel sei an den Fortbestand der Huskies als künftige Hauptnutzer geknüpft. Dreh- und Angelpunkt der Realisierung sei die wirtschaftliche Machbarkeit für den Investor. Diese wirtschaftlichen Fragen – auch das Engagement der Sponsoren - hingen entscheidend davon ab, welche sportliche Rolle die Huskies in Zukunft spielen können, unterstrich Bürgermeister Kaiser in dem Brief abschließend.
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