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documenta-Stadt Kassel

Mehr Sicherheit im Straßenverkehr durch Aufstellung von Dialog-Display-Geschwindigkeitsbeeinflussungsanlagen

15. September 2010. Der Hinweis „Langsam“ bei zu schnellem Fahren, aber auch „Danke“ bei angemessener Geschwindigkeit leuchtet jetzt auf einem neuen Dialog-Display im Königstor auf, wenn ein Auto vorbeifährt. Stadtrat Dr. Joachim Lohse und der Leiter der Straßenverkehrs- und Tiefbauamtes, Gunnar Polzin, haben die Anlage jetzt vorgestellt.

Im Straßenverkehr werden Menschen durch viele Dinge vom aktuellen Geschehen abgelenkt. Mangelnde Konzentration und zu hohe Geschwindigkeiten führen gerade in diesen Situationen zu Unfällen. „Gute Erfahrungen wurden in diesen Situationen mit dem Dialog-Display gemacht. Wissenschaftlichen Studien belegen, dass die Konzentration steigt, Geschwindigkeiten reduziert werden und kein Gewöhnungseffekt eintritt. Der Einsatz des Systems bietet die Möglichkeit, zu geringen Kosten die Verkehrsicherheit nachhaltig zu erhöhen“, sagte Stadtrat Dr. Lohse.

Das Straßenverkehrs- und Tiefbauamt hatte daher alle Ortsbeiräte aufgerufen, Standorte für die Einrichtung eines Dialog-Displays zu benennen. „Insgesamt wurden 74 Standorte vorgeschlagen. Diese Standorte für die Dialog-Displays wurden auf Machbarkeit und Effektivität geprüft. Im Ergebnis werden 49 Standorte für Aufnahme des Dialog-Display vorbereitet“, erläuterte Gunnar Polzin.

Mit den zur Verfügung stehenden Mitteln wurden drei Anzeigen beschafft, so dass mit der bereits vorhandenen Anzeige insgesamt vier Anzeigen für Standorte im Stadtgebiet zur Verfügung stehen. Es ist ein turnusmäßiger Wechsel der Anzeigen zwischen den ausgewählten Standorten im gesamten Stadtgebiet vorgesehen, so dass innerhalb von zwei Jahren dort für jeweils zirka acht Wochen ein Dialog-Display auf das Verkehrsgeschehen einwirkt. Die kasseler Anlagen sind mit Solarzellen ausgestattet

Mit dem Einsatz des Dialog-Display stieg nach Auswertungen die Zahl der Fahrzeuge mit Geschwindigkeiten bis höchstens 30 km/h. Auch nach längerer Zeit halten bei der Einfahrt in eine Ortschaft über 67 Prozent und bei der Ausfahrt fast 80 Prozent der Fahrzeuge die Höchstgeschwindigkeit ein.



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