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documenta-Stadt Kassel

Neuer Kasseler Ausländerbeirat gewählt

11. November 2010. Bei der diesjährigen Ausländerbeiratswahl in Kassel am 7. November sind die 37 Mitglieder für die Wahlperiode 2010 bis 2015 gewählt worden. Gewinnerin der Wahl war die Liste Gemeinschaft 2000 - G2000 -, die ihren Stimmenanteil gegenüber der Wahl von 2005 von 60,6 Prozent auf 71,1 Prozent steigern konnte. Die Alternative Liste Kassel - ALK - erreichte 16 Prozent und erzielte damit 2 Prozent mehr Stimmen als vor fünf Jahren. Die Europa Liste trat 2010 erstmals an und bekam aus dem Stand 12,9 Prozent.

Positiv war, dass sich bei dieser Wahl der Trend zu einer erhöhten Wahlbeteiligung fortgesetzt hat. Betrug sie in Kassel 2001 nur noch 7,49 Prozent, so ist sie in 2005 auf 9 Prozent und nun auf 10,33 Prozent gestiegen. Damit liegt sie wesentlich höher als der Landesdurchschnitt. Nach Meldung der Arbeitsgemeinschaft der Ausländerbeiräte Hessen lag dieser bei 8,2 Prozent.

Ebenfalls positiv ist, dass von den 37 gewählten Mitgliedern elf Frauen sind, was einem Anteil von knapp 30 Prozent entspricht. In 2005 wurden lediglich vier Frauen gewählt, damals lag der Anteil bei etwas über 10 Prozent.

Oberbürgermeister Bertram Hilgen und Wahlleiter Hans-Jochem Weikert zeigten sich im städtischen Pressedienst erfreut über die höhere Wahlbeteiligung und den gestiegenen Frauenanteil. Beeindruckt waren sie über die Arbeit der ehrenamtlichen Wahlhelferinnen und Wahlhelfer und dankten diesen für die geleistete Arbeit am Sonntag in den Wahllokalen.

Insgesamt waren zur Ausländerbeiratswahl 20.316 ausländische Einwohnerinnen und Einwohner Kassels aufgerufen, den Ausländerbeirat zu wählen. Von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht haben 2.099 Wählerinnen und Wähler. Es kandidierten drei Listen mit 81 Personen. Die 63 Kandidaten und 18 Kandidatinnen haben zwölf verschiedene Nationalitäten.

Von den 37 Gewählten gehörten 17 Personen bereits dem bisherigen Beirat an, 20 Personen wurden erstmals gewählt. Damit wurde mehr als die Hälfte der Mitglieder aus der vergangenen Wahlperiode ausgetauscht.

Für die Ausländerbeiratswahl waren in Kassel elf Wahllokale und ein Briefwahlbezirk eingerichtet worden. Hierzu mussten zwölf Wahlvorstände berufen werden, die in der Regel aus sieben Personen bestanden.

Die Wahlhandlungen fanden laut Wahlleiter Weikert in einer positiven Atmosphäre statt, die ehrenamtlich tätigen Wahlvorstände hätten sehr gute Arbeit geleistet. Die Stimmenauszählungen seien zügig und fehlerlos erfolgt, was sich nach der Prüfung der Niederschriften durch die Wahlbehörde herausgestellt habe.



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