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documenta-Stadt Kassel

WINGAS-Spende an Kulturzentrum Schlachthof und Spohr-Museum

23. Dezember 2010. „Als vorweihnachtliches Geschenk“ bezeichnete Oberbürgermeister Bertram Hilgen eine großzügige Spende der WINGAS GmbH und Co. KG an das Kulturzentrum Schlachthof und das Spohr-Museum, mit der nun zwei lang ersehnte Wünsche realisiert werden können. Bei einer symbolischen Scheckübergabe durch WINGAS-Geschäftsführer Dr. Gerhard König lobte OB Hilgen das traditionelle soziale und kulturelle Engagement – insbesondere im Bezug auf Kinder und Jugendliche - des Kasseler Großunternehmens. Die Schecks wurden einen Tag vor Heiligabend, am Donnerstag, 23. Dezember, von Dr. König im Kulturzentrum Schlachthof an Christine Knüppel, Geschäftsführerin der Einrichtung, und an Dr. Klaus Ostermann vom Präsidium der Internationalen Louis Spohr Gesellschaft übergeben.

Mit der Spende erhalten Kinder und Jugendliche im Alter von zehn bis 16 Jahren im Kulturzentrum Schlachthof einen „Raum für Bewegung“, der künftig eine besondere Erweiterung des Angebotes bietet. Das Jugendzentrum ist täglich Anlaufstelle von 40 bis 50 Kindern und Jugendlichen aus allen Kulturkreisen mit erschwerten Sozial- und Lebensumständen. „Auf die Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen zugeschnittene Bewegungsangebote sind wichtig und werden seit längerem von ihnen gewünscht“, so der Oberbürgermeister. Die Jugendlichen würden an der Planung des neuen Raumes beteiligt und zusammen mit den Sozialpädagogen sowie Hausmeistern auch selbst Hand anlegen, um die Fachfirmen beim Ausbau und der Einrichtung zu unterstützen. „Kinder und Jugendliche benötigen Aktionsraum, um ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen. Gerne unterstützen wir mit unserer Spende das Jugendzentrum Schlachthof und freuen uns, dass die Kinder aktiv mitgestalten“, begründete WINGAS-Geschäftsführer Dr. König das Engagement des Unternehmens.

Das barrierefreie Spohr-Museum im Südflügel des Kulturbahnhofs hat sich vorgenommen, auch Kindern und Jugendlichen sowie Blinden, Gehörlosen und Menschen mit Lernschwierigkeiten den musikalischen Kosmos des Kasseler Komponisten und Violinvirtuosen Louis Spohr zu eröffnen. Neben klaren und verständlichen Erläuterungen in der Ausstellung selbst bedeutet dies auch die Einbeziehung aller Sinne. Dafür ist vorgesehen, Musik zu visualisieren sowie fühlbar zu machen. Gerade die Geige mit ihrem sinnlich erfassbaren Werkstoff Holz sowie Versuche zur Akustik der Geige ermöglichen einen „handelnden“ Zugang zum Thema, der hilft, zusätzlich schriftlich vermittelte Informationen im vollen Sinn des Wortes zu „begreifen“. „Die Musik ist wichtig für die kreative Entwicklung von Kindern. Im Louis Spohr Museum wird Kindern die Faszination einzelner Instrumente spielerisch näher gebracht. Wenn dadurch auch Menschen mit Behinderungen profitieren, unterstützen wir solche Projekte gleich doppelt so gerne“, so Dr. Gerhard König abschließend.



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