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documenta-Stadt Kassel

Diskussion über Neukonzeption des Stadtmuseums

26. Januar 2011. Über die Frage, welche Aufgaben auf Stadtmuseen im Zeichen des demografischen Wandels, der Migration und der Medienvielfalt zukommen, haben jetzt unter der Gesprächsführung von Oberbürgermeister Hilgen Vertreterinnen und Vertreter aus der Stadt Kassel, der Universität Kassel, dem Hessischen Museumsverband, dem Hessischen Verein für Geschichte und Landeskunde, Kassel-Marketing und dem Verein der Freunde des Stadtmuseums diskutiert.

Das Stadtmuseum gehört zu den jüngsten Museen der Stadt Kassel und befindet sich im 1869-71 errichteten „Kunsthaus“ am Ständeplatz. Dieses Gebäude ist derzeit weitgehend entkernt, da die Stadt Kassel das Museum modernisieren und vergrößern lässt. Mit diesen Arbeiten ist nicht nur eine Neuaufstellung der Sammlungen verbunden. Ziel ist es, das Museum als ein lebendiges und kommunikatives Zentrum zu entwickeln, das die Identifikation der Menschen mit ihrer Stadt fördert.

Das Fachgespräch wurde eingeleitet durch Vorträge von Dr. Jan Gerchow, Direktor des Historischen Museums Frankfurt, und Dr. Wilhelm Völcker-Janssen, Leiter des Wolfgang-Bonhage-Museum in Korbach, die über ihre Erfahrungen bei der Neugestaltung ihrer Museen berichteten.

Im Zentrum der Diskussion stand der sich anschließende Vortrag der Leiterin des Kasseler Stadtmuseums, Dr. Cornelia Dörr: „Wir möchten Stadtgeschichte vermitteln und das Interesse der Besucher in Teilhabe verwandeln.“ Einig waren sich die Teilnehmer darin, dass Stadtgeschichte nicht über sondern vor allem von den Bürgerinnen und Bürgern erzählt werde.

Oberbürgermeister Hilgen erinnerte daran, dass sich am 18. Februar 2013 die urkundliche Ersterwähnung Kassels zum 1100. Mal jährt. „Ein besseres Datum als dieses zur Einweihung des neuen Stadtmuseums kann ich mir nicht vorstellen. Mein Wunsch ist ein Museum der Stadtgeschichte, mit dem sich jede Bürgerin und jeder Bürger Kassels von Kind an identifizieren kann“, betonte er.

Bis Ende des Monats werde ein Gestaltungsbüro ausgesucht sein, mit dem das „Drehbuch“ des Museums umgesetzt werden soll.

Das Stadtmuseum befindet sich derzeit als Zwischendomizil in der Wilhelmsstraße 2. In den Räumen des ehemaligen Geschäftes Heini Weber finden Sonderausstellungen statt. Dort ist auch der Ausgangspunkt für Stadtführungen und Veranstaltungen der Museumspädagogik.



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