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documenta-Stadt Kassel

Zum 50-jährigen Jubiläum des documenta Archivs kommt Laurie Anderson

01. Februar 2011. Wenn das documenta-Archiv am Samstag, 28. Mai, sein 50-jähriges Bestehen feiert, wird Laurie Anderson der Stargast sein. Wie Oberbürgermeister Bertram Hilgen mitteilte, ist es der Stadt Kassel gelungen, zum Jubiläum die international bekannte Musikerin und Künstlerin nach Kassel zu holen: „Ich bin begeistert und freue mich, dass wir Laurie Anderson zur Jubiläumsfeier begrüßen dürfen.“

Die Künstlerin hatte 1977 an der documenta 6 sowie 1987 an der documenta 8 teilgenommen.. „Dies unterstreicht einmal mehr die internationale Bedeutung des documenta Archivs. Es gilt, in Zukunft die im documenta Archiv gelagerten Schätze noch mehr ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken“, sagte OB Hilgen, der zugleich Kassels Kulturdezernent ist. Die Gründung eines documenta Zentrums sei daher von großer Bedeutung“, ergänzte er mit Blick auf das Land Hessen.

Laurie Anderson wurde bekannt durch den innovativen Einsatz von Computertechnik und neuen Medien, besonders aber durch ihre „elektronische Violine („O Superman“).

Das documenta-Archiv, das 1961 auf Initiative von Arnold Bode gegründet worden war, archiviert und dokumentiert die Geschichte der documenta. Die Spezialbibliothek zur Kunst der Gegenwart gehört zu den umfangreichsten in Europa und seine Materialien sind unverzichtbares Arbeitsmittel für jede documenta Leitung sowie für unzählige Wissenschaftler, Journalisten und Kunstinteressierte. Zusammen mit dem Jubiläum feiert das documenta Archiv den Abschluss des von der Kulturstiftung des Bundes geförderten Digitalisierungsprojektes „mediaartbase.de. Im Rahmen dieses 3jährigen gemeinsam mit dem Kasseler Filmladen e.V., dem ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie, Karlsruhe und dem European Media Art Festival (EMAF), Osnabrück durchgeführten Pilotprojekts wurden die seltenen, sehr gefährdeten Videobestände des documenta Archivs beinahe vollständig digitalisiert.

Dazu gehören neben den zahlreichen Fernsehmitschnitten des Hessischen Rundfunks auch documenta-Beiträge, die die Video- und Performancekunst der 70-er und 80-er Jahre zeigen.

Anlässlich des Jubiläums wird am 28. und 29. Mai im Schauspielhaus des Kasseler Staatstheaters die Performance „DELUSION“ präsentiert. Es ist eine Meditation über Leben und Sprache, deren Geschichten sich zwischen mystischen Erzählungen und russischem Weltraumprogramm bewegen. Sie erzählen von Zeit, Geschwindigkeit, Ahnen, Kontrolle, Stille und Tieren. Die Karten für den Auftritt von Laurie Andersons sind über das Staatstheater erhältlich.

Ergänzt wird der Auftritt von Laurie Anderson ferner durch eine Tagung vom 27. bis 29. Mai in der Evangelischen Akademie Hofgeismar unter dem Titel „Video-Performance-Kunst auf der documenta - Hauptgast Laurie Anderson“ sowie einer Filmreihe in den Filmtheatern des Filmladens e.V.



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