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documenta-Stadt Kassel

Fieseler Storch kann abheben

30. Mai 2011. Die Stadt Kassel stellt dem Verein Fieseler Storch Kassel e. V. das Leichtflugzeug Fieseler Storch Fi56 C3 unentgeltlich zu Ausstellungszwecken und zur Nutzung zu Flugzwecken zur Verfügung. Dafür wird das Flugzeug am Flughafen Kassel-Calden untergebracht. Das hat der Magistrat jetzt beschlossen, wie Oberbürgermeister Bertram Hilgen mitteilte. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass die fachliche Aufsicht weiterhin bei der Leitung des Astronomisch-physikalischen Kabinetts in Kassel liege. Auch wenn in Zukunft verändernde Maßnahmen am Flugzeug vorgenommen werden sollten, seien von der Fachaufsicht festzulegende restauratorische und konservatorische Standards, insbesondere auch im Hinblick auf die Nutzung für Flugzwecke, zu berücksichtigen.

Der „Fieseler Storch“ wurde 1943 in Kassel gebaut, befand sich später lange Jahre im Ausland und wurde im Jahr 1976 durch die Stadt Kassel mit Unterstützung des Landes Hessen erworben. Das Flugzeug stand zunächst in den Hallen der Luftwaffe in Fritzlar. Anschließend wurde es im Museum für Astronomie und Technik-Geschichte ausgestellt. Nach der Neuausrichtung des Museums (jetzt Astronomisch-physikalisches Kabinett) wurde es in den Kasseler Kulturbahnhof gebracht, wo es einige Jahre als Wahrzeichen der Kasseler Technikgeschichte in der Bahnhofshalle hing. Nach Kündigung des Vertrages durch die Deutsche Bahn AG im Jahr 2005 wurde das Flugzeug zerlegt und in den ehemaligen Hallen der Firma Henschel in Rothenditmold eingelagert. Aufgrund der dortigen mangelhaften konservatorischen Bedingungen musste noch im Jahr 2005 zwingend ein neuer Standort gefunden werden. Im Januar 2006 wurde der „Fieseler Storch“ dem Verein Fieseler Storch Kassel e. V. unentgeltlich zur Verfügung gestellt, der ihn in einer entsprechenden Halle am Flughafen Kassel-Calden unterbrachte. Durch diese Maßnahme wurde das Flugzeug seinerzeit vor einem Totalverlust bewahrt. Seit Übernahme des Flugzeuges kümmert sich der Verein um dessen Restauration, in Kürze wird es flugbereit sein. Hierfür hat der Verein erhebliche finanzielle Mittel aufgebracht.

Die Stadt ist damit seit dem Frühjahr 2011 Eigentümerin eines komplett restaurierten Objektes, das zudem flugfähig ist.



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