31. Mai 2011. Als „herausragenden Fachmann und leidenschaftlichen Verfechter der Kunst- und Kulturszene“ hat Oberbürgermeister und Kulturdezernent Bertram Hilgen den jetzt im Alter von 95 Jahren verstorbenen Kasseler Wappenringträger Hans Mangold gewürdigt. „Sein engagiertes und nachhaltiges Wirken hat sichtbare Spuren in Kassel hinterlassen. Ohne Hans Mangold wäre die Kunst- und Kulturszene heute um einiges ärmer. Und auch die Weltmarke documenta konnte von seinem Fachwissen profitieren“, erklärte OB Hilgen im städtischen Pressedienst.
Hans Mangold wurde 1915 in Verden an der Aller geboren und wuchs in Kassel auf. Er arbeitete als Rechtsanwalt und Notar, von 1963 bis 1979 war er Direktor der Hessischen Brandversicherungsanstalt in Kassel. Das Interesse für Kunst und Kultur wurde ihm bereits im Elternhaus vermittelt, so finden sich geschriebene Gedichte Mangolds in der Deutschen Nationalbibliothek. Leidenschaftlich engagierte sich der Jurist lange Jahre als Vorsitzender des Hessischen Museumsverbandes und des Kasseler Kunstvereins. Maßgebliche Entscheidungen seien damals von Hans Mangold begleitet und beeinflusst worden, erklärte OB Hilgen weiter.
Beratendes Mitglied war Mangold darüber hinaus in zahlreichen Gremien, so im Aufsichtsrat der documenta GmbH, im Arbeitskreis der damaligen Gesamthochschule Kassel, in der Historischen Kommission für Hessen und Waldeck und der Ankaufkommission staatlicher und städtischer Kunstsammlungen, im Landesdenkmalrat sowie im Kuratorium für den Hessischen Kulturpreis. Politisch engagierte sich Mangold in der SPD, gehörte dem ehrenamtlichen Magistrat der Stadt Kassel an.
Für seine Verdienste wurde Hans Mangold mehrfach ausgezeichnet. Unter anderem wurden ihm das Große Bundesverdienstkreuz, die Goethe-Plakette des Landes Hessen, die Carl-Schomburg-Medaille der Stadt Kassel, der Wappenring der Stadt Kassel sowie die Wilhelm-Leuschner-Medaille verliehen. „Die Stadt Kassel wird Hans Mangold stets ein ehrendes Andenken bewahren“, so OB Hilgen abschließend.
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