11. Oktober 2011. „Unseren 1100. Geburtstag wollen wir nicht nur im Zentrum der Stadt feiern, sondern vor allem auch in den 23 Stadtteilen“, betonte Oberbürgermeister Bertram Hilgen am Dienstag bei der Präsentation des Stadtteilkonzepts zum großen Jubiläum im Jahr 2013. In diesem vom Organisationsbüro „Kassel 1100“ erstellten Konzept ist vorgesehen, dass jeder Stadtteil für zwei Wochen im Fokus steht. Startschuss für das Stadtteilprogramm soll der Festakt am 18. Februar 2013 sein. Dies ist der Tag, an dem König Konrad I. vor 1100 Jahren die Ersterwähnungsurkunden für die Stadt unterzeichnet hatte.
Ziel des Stadtteilkonzepts sei es, dass jeder Stadtteil sein spezielles Profil herausarbeite und Wege finde, die Besonderheiten des Stadtteils auf interessante Weise zu präsentieren. „Jeder Stadtteil hat sein eigenes Profil“, erklärte Hilgen. „Wir wünschen uns, dass diese im Jubiläumsjahr in den Blick rücken und auch in den anderen Stadtteilen wahrgenommen werden.“ So sei geplant, dass jeder Stadtteil zunächst ein eigenes Programm gestalte und den Staffelstab dann an den nachfolgenden Stadtteil weitergebe. Etwa könne Jungfernkopf als jüngster Stadtteil an den ältesten Wolfsanger-Hasenhecke übergeben oder der Vordere Westen als einwohnermäßig größter an Nordshausen als kleinsten Stadtteil. „Die Umsetzung des Stadtteilkonzepts soll auch nachhaltig zum Zusammenhalt in der Stadt beitragen“, sagte der Oberbürgermeister.
Das Organisationsbüro hat viele Informationen für die Stadtteile, etwa Projektideen, die bisher aus der Bürgerschaft eingegangen sind, zusammengestellt und an die Ortsvorsteherinnen und Ortsvorsteher weitergegeben. Darunter ist auch ein Vorschlag für ein Terminraster. „Wir warten jetzt ab, ob sich die Stadtteile mit den Terminvorschlägen anfreunden können“, so Hilgen weiter. „Am 8. Dezember bieten wir dann ein weiteres Treffen für die Stadtteile an, um die Reaktionen abzufragen.“
Der Oberbürgermeister rief die Stadtteile dazu auf, spätestens bis zu diesem Zeitpunkt jeweils einen Botschafter zu benennen, der als Ansprechpartner für das Organisationsbüro fungiert. Zudem sei es wünschenswert, wenn im Stadtteil Klarheit über die Terminvorstellungen herrsche. „Gegebenenfalls können einzelne Stadtteile ihre Zeitfenster miteinander tauschen“, so Hilgen.
Bisher sind die Reaktionen auf das Konzept sehr positiv. Fast die Hälfte der 23 Stadtteile hat das Thema schon im Ortsbeirat aufgegriffen. In drei Stadtteilen haben bereits eigene „Kassel 1100“-Projektgruppen getagt und ihre Ideen für 2013 ausgetauscht. „Ich freue mich, dass die Idee so gut angenommen wird und bin sicher, dass die Stadtteile ein interessantes Programm zusammenstellen werden“, so OB Hilgen.
Zum Stadtteilkonzept gehört auch die Idee der „Offenen Türen“. Dabei könnten alle Unternehmen und Institutionen eine Art Schautag für alle Interessierten anbieten, wenn auch der jeweilige Stadtteil, in dem sie angesiedelt sind, im Mittelpunkt steht.
Sollte es weiteren Informationsbedarf geben, steht das Organisationsbüro gern für weitere Auskünfte bereit. Auch die Begleitung von Veranstaltungen ist möglich. Ab kommenden Montag, 17. Oktober, wird mit Maria Boeck eine feste Ansprechpartnerin für das Stadtteilkonzept im Rathaus zur Verfügung stehen. Sie wird auch eine regelmäßige Telefonsprechstunde anbieten.
Die Stadt Kassel, versprach Hilgen abschließend, werde die Stadtteile auch finanziell mit jeweils 2.500 Euro unterstützen, wenn er besondere Jubiläumsprojekte anbiete. Hinzu kämen selbstverständlich noch organisatorische Hilfsangebote der Stadt.
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