23. November 2011. Rund 238.000 Euro hat der Magistrat jetzt für die Sanierung des Gartendenkmals Goetheanlage bewilligt. Der kommissarische Stadtbaurat, Stadtkämmerer Dr. Jürgen Barthel, hat die Sanierungsmaßnahme nach einer Ortsbesichtigung initiiert. Wie er mitteilte, soll mit einer behutsamen Sanierung des Gartendenkmals im westlichen Bereiche eine neue Fußwegeverbindung ohne Stufen gebaut werden, durch die die Goetheanlage an ihrem westlichen Ende barrierefrei betreten und verlassen werden kann. Dazu werde die inzwischen baufällig gewordene und seit einiger Zeit gesperrte Treppenanlage an der Freiherr-vom-Stein-Straße sowie der Gebäudekomplex abgerissen. Die Bauarbeiten sind für Anfang 2012 geplant.
Die Goetheanlage ist die zentrale Grünfläche im Vorderen Westen. Sie wird aufgrund ihrer guten Erreichbarkeit, der vielfältigen Ausstattung und nicht zuletzt wegen ihrer reizvollen Lage ganzjährig intensiv frequentiert. Der denkmalgeschützte Park wird von allen Altersgruppen und Bevölkerungsschichten gleichermaßen genutzt, denn er bietet Möglichkeiten zur sportlichen und spielerischen Betätigung, aber auch Zonen, in denen man in Ruhe ein Buch lesen oder sich an blühenden Stauden erfreuen kann.
Die wenigsten Menschen wissen, dass die bereits 1933 eingeweihte Goetheanlage ein Gartendenkmal ist und damit einen besonderen Schutzstatus genießt. Der Wert der Goetheanlage liegt gemeinsam mit der umgebenden Wohnbebauung in dem städtebaulichen Gesamtentwurf, der von Stadtgartendirektor Rudolf Stier entwickelt wurde und eine möglichst optimale Grünversorgung der Bevölkerung zum Ziel hatte. Den Endpunkt der damals konzipierten städtebaulichen Entwicklungsachse markierte der Bau der Heinrich-Schütz-Schule.
Das Umwelt- und Gartenamt will diese historische Sichtbeziehung nun nach und nach durch vereinzelte Schnittmaßnahmen an Gehölzen wieder herstellen. Außerdem besteht die Möglichkeit, durch den Abriss des inzwischen baufällig gewordenen Treppen- und Gebäudekomplexes an der Freiherr-vom-Stein-Straße den westlichen Zugang zur Goetheanlage neu zu ordnen. Diese in den 50iger Jahren erstellte Betonkonstruktion entspricht nicht dem ursprünglichen Charakter der Goetheanlage und war aus Gründen der Verkehrssicherheit bereits seit längerem gesperrt.
Die Abrissarbeiten werden durch das Amt für Hochbau und Gebäudebewirtschaftung beauftragt, anschließend wird sofort eine neue Fußwegeverbindung gebaut. Durch diese stufenlos geplante Wegebeziehung ist es dann erstmals möglich, die Goetheanlage an ihrem westlichen Ende barrierefrei zu verlassen und über die bereits fertig gestellte Wegeführung im Park an der Heinrich-Schütz-Schule weiter in Richtung Bad Wilhelmshöhe zu gelangen.
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