Kassel - 24. Januar 2012. Ein Integrationskonzept für die Stadt Kassel ist jetzt vom Magistrat beschlossen worden. „Die vielen Ressourcen und Potenziale unserer zugewanderten Mitbürgerinnen und Mitbürger sollen noch viel stärker zur Geltung kommen können“, sagte Oberbürgermeister Bertram Hilgen zur Zielsetzung. Insbesondere sollten mehr Anlässe geschaffen werden, bei denen sich Menschen mit unterschiedlichen kulturellen und nationalen Wurzeln in Kassel begegnen und voneinander lernen könnten.
Mit dem Konzept setze die Stadt Kassel ihre bereits 1981 mit Gründung des hessenweit ersten Ausländerbeirates begonnene Politik einer aktiven Integration von Menschen verschiedenster Kulturen konsequent fort, so Oberbürgermeister Hilgen. Das vom Magistrat beschlossene Konzept wird nun der Stadtverordnetenversammlung zur Beratung und Beschlussfassung vorgelegt
Dass sich mit dem Motto des Konzepts „Alle gehören dazu! Kassel ist bunt und lebt Vielfalt in allen Generationen“ viele Menschen identifizieren können, sei bereits bei der Menschenkette am 10. Dezember zum Gedenken an die Mordopfer rechtsterroristischer Gewalt eindrücklich unter Beweis gestellt worden. Erstellt wurde es in enger Abstimmung mit dem Ausländerbeirat, Migrantenorganisationen und vielen Trägern der Integrationsförderung. Wissenschaftlich wurde die Arbeit durch das „Institut für Einheit in Vielfalt“ aus Hanau begleitet.
Das Integrationskonzept enthält u.a. sechs zentrale Handlungsfelder mit Zielen für die nächsten fünf Jahre. Bildung und Sprachförderung, interkulturelle Öffnung der Verwaltung oder auch Sport und Gesundheitsförderung werden als Bereiche genannt, in die weiter investiert werden soll.
So wird die Stadtverwaltung bei ihren Dienstleistungen noch stärker interkulturelle Aspekte berücksichtigen. Einrichtungen wie Bürgerhäuser, Jugendzentren, Nachbarschaftstreffs oder Stadtteilbibliotheken sollen intensiver interkulturell als Begegnungsstätten und für entsprechende Angebote und Programme genutzt werden.
„Es ist mir ein besonderes Anliegen, den kulturellen Austausch zu unterschiedlichsten Themen, wie Religion und Musik, Gartennutzung oder Essen innerhalb und zwischen den Stadtteilen zu fördern und ein Stück Neugier auf das Andere in der jeweiligen Kultur zu wecken. Integration passiert in der Regel ganz praktisch vor Ort“, so Oberbürgermeister Hilgen.
Rund 35 Prozent der Kasseler Bevölkerung haben einen Migrationshintergrund. Fundament des Integrationskonzeptes ist die Arbeit des Ausländerbeirates der Stadt Kassel. Das Konzept ist eine Weiterentwicklung des ersten Kasseler Integrationsprogramms aus dem Jahr 2004. Zusätzlich wurden der Ergebnisse des Integrationsgipfels in 2008 sowie die erfolgreichen Projekte im Rahmen des Landesprogramms Modellregionen Integration einbezogen.
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