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20. Todestag: OB würdigt Versöhnungswerk Ernst Freudenthals

05. März 2012. Aus Anlass des 20. Todestages von Ernst Freudenthal hat Oberbürgermeister Bertram Hilgen das Versöhnungswerk des Gründers der „Ehemaligen Kasseläner in Israel“ gewürdigt. An dessen Grab in Jerusalem legte er im Beisein von Familie und Freunden einen Kranz nieder.

Der gebürtige Kasseler „Erni“ Freudenthal, nach dem auch die Freudenthal-Halle im Stadtteil Wolfsanger benannt ist, emigrierte wegen der beginnenden Verfolgung der Juden in Deutschland 1933 nach Israel. Anfang der 70-er Jahre gründete er dort mit einigen heimatverbundenen Mitstreiterinnen und Mitstreitern den Verein der Ehemaligen Kasselaner in Israel, der über Jahrzehnte hinweg vielfältige Kontakte zur Fuldametropole pflegte.

Der Verein setzte sich - in enger Zusammenarbeit mit der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Kassel - maßgeblich und international vorbildgebend für die jüdisch-deutsche Annäherung und Aussöhnung ein und bereitete die Städtepartnerschaft des israelischen Ramat Gan mit Kassel vor. Besondere Verdienste erwarb sich Ernst Freudenthal durch vielfältige Aktivitäten im Bereich der Jugendbegegnung sowie des sportlichen, schulischen und kulturellen Austausches.

Im Anschluss an die Kranzniederlegung zeichnete OB Hilgen drei langjährige Weggefährten Erni Freudenthals mit der Goldenen Ehrennadel der Stadt Kassel aus: Eli Rozen, Zaki Maor und Jadah Vaz-Dias haben hunderten jugendliche Sportlerinnen und Sportlern aus Israel und Deutschland Gelegenheit gegeben, das jeweils andere Land und dessen Kultur intensiv kennenzulernen. Aus diesen sportlichen Begegnungen haben sich vielfach dauerhaft-freundschaftliche Beziehungen zwischen Nordhessen und Israel entwickelt.

„Die Stadt Kassel und ihrer Bürgerinnen und Bürger haben Ernst Freudenthal und seinem Wirken sehr viel zu verdanken“, so OB Hilgen abschließend. „Mit Unterstützung seiner Freunde in Kassel und Israel baute er Brücken zwischen Völkern und Menschen. Er förderte die Jugend und den sportlichen Austausch und er behielt dabei - trotz der dunklen Schatten des Holocaust - seine Heimatstadt immer im Herzen.“



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