16. Mai 2012. „Kassel lebt trotz alledem…- Zwischen Zerstörung und Wiederaufbau.“ ist der Titel einer neuen Sonderausstellung des Stadtmuseums in der Schaustelle, Wilhelmsstraße 2, die am Internationalen Museumstag, Sonntag, 20. Mai, 11.30 Uhr, eröffnet wird.
„Collapse and Recovery“ lautet eines der Leitmotive der 13. documenta des Jahres 2012. Dieses Motto aufgreifend zeigt das Stadtmuseum in seiner „Schaustelle“ eine kleine Ausstellung über Kassels mühevollen Weg vom Bombenkrieg zum „Wirtschaftswunder“.
Kassel war am Ende des Zweiten Weltkrieges eine Ruinenstadt. Die Baubehörden hatten einen Gesamt-Zerstörungsgrad von fast 78 Prozent ermittelt, annähernd zwei Drittel aller Industriebauten waren schwer getroffen. Den Hauptschaden hatte in der Innenstadt der Großangriff vom 22. Oktober 1943 angerichtet. Rund 400 000 Brandbomben der Royal Air Force hatten zusammen mit fast 1000 schweren Sprengbomben während eines nur rund 25-minütigen Bombardements die alte Fachwerkstadt in einem Großfeuer versinken lassen. Rund 10 000 Menschen starben, ebenso viele wurden verletzt. Zehntausende waren obdachlos, und noch 1953 warteten 40 000 Kasseler Evakuierte auf die Gelegenheit zur Rückkehr in die Heimatstadt.
Diesen schier unüberwindlichen Schwierigkeiten zum Trotz gelang es bis Ende der 1950er Jahre, den Anschluss an das westdeutsche „Wirtschaftswunder“ zu finden. Und mehr noch: die Stadt konnte sich neu definieren und positionieren. Sie löste sich erfolgreich vom Image der „Gauhauptstadt“, der „Stadt der Reichskriegertage“ oder der Rüstungsproduktion. Nach der ersten documenta und der Bundesgartenschau des Jahres 1955 zeigte sich Kassel modern, weltoffen, tolerant, als Stadt einer neuen Kultur des demokratischen Deutschland
Die Ausstellung kann zu den Öffnungszeiten der „Schaustelle“ des Stadtmuseums (dienstags bis freitags von 12.30 bis 17 Uhr) besucht werden. Der Eintritt frei.
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