15. November 2012. Der Magistrat hat in seiner jüngsten Sitzung einen weiteren Beschluss zum Ankauf von Kunstwerken der dOCUMENTA (13) gefasst. Das teilte heute Oberbürgermeister Bertram Hilgen im städtischen Pressedienst mit.
Aus Michael Rakowitz´ Installation What Dust Will Rise? (2012) werden die Hauptvitrine und ein Tisch mit Steinbüchern angekauft. Bei den Skulpturen handelt es sich um Nachbildungen von Büchern, die 1941 bei der Bombardierung des Fridericianum zerstört wurden. Die Steinskulpturen wurden aus Stein aus Bamiyan in Afghanistan hergestellt und stellen damit einen Bezug zu den dort 2001 zerstörten Buddha-Figuren her. Die Installation ist repräsentativ für das Leitkonzept der dOCUMENTA (13) von Zerstörung und Wiederaufbau.
Willie Doherty, Secretion (2012): Die ästhetisch beeindruckende Filmarbeit wurde in der Umgebung von Kassel gedreht und fasziniert durch die Beziehung zwischen der Landschaft und den darin verborgenen Geschichten. Assoziationen an das Thema Nationalsozialismus werden auf komplexe Weise geweckt. Das Video aktualisiert zudem die umfangreiche Sammlung der Landschaftsdarstellungen in der Neuen Galerie.
Walid Raads Serie Appendix XVIII: Die Drucke gehören zu dem Projekt Scratching on Things I Could Disavow, in dem der libanesische Künstler die Geschichte der Kunst in der arabischen Welt behandelt. In einer poetisch-rätselhaften Verbindung von Fakt und Fiktion eröffnet der Künstler eine neue Sicht auf die politische Lage im Libanon. Die Serie schließt an den Sammlungsschwerpunkt der monochrom-ungegenständlichen Malerei in der Städtischen Kunstsammlung an.
Judith Hopf, Mask (2012): Mit den drei Masken aus 3D-Pulverschichtdruck, die derzeit im sog. Brain der dOCUMENTA (13) im Fridericianum zu sehen sind, stellt Hopf auf ironische Weise konsumkritische Fragen. Zugleich stellen die Objekte eine Verbindung zum Kloster Breitenau her, indem sie an die dortigen Heimbewohner erinnern. Beschlossen hatte der Magistrat bereits die Ankäufe der Kunstwerke von Janet Cardiff/George Bures Miller „Video Walk“, Mark Dion „Xylothek“ und Clemens von Wedemeyer „Rushes“. Für die Ankäufe von documenta Kunstwerken stellen die Stadt Kassel insgesamt 385.851 Euro und das Land Hessen 200.000 Euro bereit.
Glücklich zeigt sich Oberbürgermeister Hilgen darüber, dass darüber hinaus die Stadt zwei weitere documenta-Kunstwerke als Schenkung erhält: Die Installation 'Tunnel of Life' von Anna Boghiguian und die „Fußmattenausschnitte“ des 2009 verstorbenen Künstlers Fabio Mauri. „Die Schenkungen sind zum einen ein Ausdruck des Dankes für die überaus geschätzte Zusammenarbeit mit der Künstlerischen Leiterin Carolyn Christov-Barkagiev. Zum anderen aber auch ein Dank an die gastgebende documenta-Stadt Kassel gewesen, sagte Oberbürgermeister Hilgen. Er sei davon überzeugt, dass mit den diesjährigen Erwerbungen nicht nur charakteristische Positionen der dOCUMENTA(13) in die Städtische Kunstsammlung eingehen, sondern Kunstwerke, die auch weiterhin eine spannende künstlerische Auseinandersetzung ermöglichen würden.
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