29. November 2012.
Erhebliche Bauschäden am bestehenden Stadtmuseum, die vor Öffnung der Bausubstanz nicht erkannt werden konnten, sowie die damit zusammenhängende zusätzliche Sondierung und Sanierung einzelner Gebäudeteile machen das Bauprojekt Stadtmuseum teurer als zunächst angenommen. Das teilten Stadtbaurat Christof Nolda und Oberbürgermeister Bertram Hilgen jetzt mit.
Gegenüber den 9,3 Millionen Euro, die im Haushalt veranschlagt sind, werden zusätzlich 1,6 Millionen Euro aufzuwenden sein, um die notwendigen Sanierungsarbeiten zu leisten und die damit zusammenhängenden finanziellen Mehraufwendungen wegen der Zeitverzögerung im Projekt aufzufangen. Der Leiter des Amtes Hochbau und Gebäudebewirtschaftung, Hans-Joachim Neukäter, legte im Rahmen eines Pressetermins umfangreiches Bildmaterial zu den im Zuge des Umbaus und der Erweiterung erkannten Bauschäden vor. Er unterstrich, dass diese erst durch die Bauarbeiten zu Tage getreten sind und auch durch zuvor durchgeführte Analysen nicht hätten erkannt werden können. Es handelt sich im Einzelnen um
Die Beseitigung dieser Mängel habe einen doppelten Effekt auf die Kosten. Einerseits müssen die Mängel behoben werden, ferner können die Auftragnehmer des Bauprojekts wegen der dadurch verursachten zeitlichen Verzögerung Mehrkosten veranschlagen.
Über die tatsächlich notwendigen zusätzlichen Maßnahmen und die deutliche Kostensteigerung sei die Stadt bedauerlicherweise erst zu einem späten Zeitpunkt von dem beauftragen Architekturbüro informiert worden, sagte Stadtbaurat Nolda. Daher werde jetzt die Projektsteuerung seitens der Stadt Kassel verstärkt und jede Ausschreibung und Entscheidung einer doppelten Kontrolle unterworfen, um weitere Fehleinschätzungen bei Kosten und Terminen, Planungsnachbesserungen und Ausschreibungsfehler seitens der auftragnehmenden Architekten zu vermeiden.
Die notwendigen Haushaltsmittel für das Stadtmuseum können aus zusätzlich zur Verfügung stehenden Mitteln für die künftige Grimm-Welt bereitgestellt werden. Bisher wurden die Investitionskosten für die Grimm-Welt einschließlich Umsatzsteuer kalkuliert. Durch das jetzige Betriebskonzept als Betrieb der gewerblichen Art ist es möglich, die Investitionskosten durch den möglichen Vorsteuerabzug ohne Umsatzsteuer zu planen. Die dadurch frei werdenden Investitionsmittel stehen zur Deckung des Mehrbedarfs zur Verfügung.
„Wir bedauern sehr, dass bei realistischer Einschätzung nach derzeitigem Stand das Stadtmuseum im Jahr 2013 nicht fertiggestellt werden kann“, so OB Hilgen und Stadtbaurat Nolda.
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