23. Januar 2013. Oberbürgermeister Bertram Hilgen würde es begrüßen, wenn über die Frage des zukünftigen Standortes des Penone-Baumes in der hessischen Landesregierung nochmals nachgedacht würde. Die aktuellen Äußerungen der hessischen Wissenschaftsministerin dazu bedauert er. In seiner Rede zum Neujahrsempfang der Stadt Kassel hatte er vor wenigen Tagen das Thema, zu dem die Stadt Kassel und das Land noch keine einvernehmliche Lösung gefunden haben, im Beisein von Ministerpräsident Volker Bouffier angesprochen. Dieser hatte in seiner anschließenden Ansprache signalisiert, dass er sich persönlich eine Meinung bilden und prüfen will, wo das documenta Kunstwerk von Guiseppe Penone „Idee di Petra“ zukünftig seinen festen Platz haben könnte.
Wunsch der Stadt Kassel ist es, den schon seit 2010 als erstes documenta-Kunstwerk im Vorfeld der Weltkunstaustellung in der Karlsaue installierten Penone-Baum dort zu belassen. „Er war dort ein erster Vorgeschmack auf die documenta 13 und hat, wie schon andere symbolträchtige Kunstwerke vorausgegangener documenta-Ausstellungen, das Herz der Kasseler Bürger erobert. Sie werden sich an diesem Ort zukünftig an die wunderbaren Tage der documenta des Jahres 2012 erinnern“, so OB Hilgen.
Aus diesem Grund, so kündigte er an, werde er seine Argumente für den Verbleib des außergewöhnlichen Werkes auch in einem Brief an Ministerpräsident Bouffier formulieren. Er hoffe, so der OB, dass auf dieser Grundlage in der Landesregierung über das Thema nochmals nachgedacht werde.
Hinsichtlich der bisherigen Auffassung des Landes, dass „ein zeitgenössisches Kunstwerk ein erheblicher Fremdkörper in dem trotz aller Überformungen erhaltenen barocken Erscheinungsbild der Anlage (wäre)“, erklärte OB Hilgen. „Wir selbst haben das größte Interesse daran, dass unsere Kulturgüter den Geist ihrer Epochen widerspiegeln könnten. Bei aller gebotenen Prinzipientreue stört aber der jetzige Standort des Penone-Baums ganz am Rand der Karlsaue deren barockes Erscheinungsbild nicht.“ Ernstgenommen werden sollte auch der Wunsch vieler Bürgerinnen und Bürger, das Kunstwerk dort zu belassen. „Vielleicht wird die versprochene engagierte Prüfung doch noch ein anderes Ergebnis bringen.“
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