22. März 2013. Wie werden Kulturangebote in Kassel und der Region Nordhessen organisiert und finanziert? Diese Frage interessierte die Mitglieder einer hochrangigen Kulturdelegation aus China, die die Deutsche Märchenstraße und deren „Hauptstadt“ Kassel besuchten. Im Mittelpunkt des Besuchs stand ein halbtägiger Workshop zum Aufbau und den Aktivitäten des Vereins Deutsche Märchenstraße sowie zu Fragen der Kulturförderung in Stadt Kassel und der Region.
Kassels Kulturamtsleiterin Dorothée Rhiemeier war ebenso wie Maren Matthes, Intendantin des Kultursommer Nordhessen und von GRIMM 2013, überrascht, wie detailliert sich die Gäste aus China für Organisation und Finanzierung von Kultur interessieren. Die großen kulturellen Unterschiede zeigten sich in der Frage, ob für die Deutsche Märchenstraße Eintritt zu bezahlen sei. Es liegt offenbar in der Vorstellungswelt der chinesischen Kulturfunktionäre, dass diese deutsche Ferienstraße als Urlaubsattraktion gebaut worden sein könnte und zentral verwaltet wird.
Die Märchen und das weitere Erbe der Brüder Grimm wurden von allen als verbindendes Band wahrgenommen. So waren bei der Hausführung im „Grimm-Hotel“ Gude viele „Aahs“ und „Oohs“ zu hören. Und Dornröschen und Aschenputtel erkennen auch hochrangige chinesische Funktionäre auf Anhieb.
Der Vizepräsident des Netzwerk Hessen-China, Kai Lorenz Wittrock, betonte in seinem Grußwort, dass die erfolgreichen Aktivitäten des Netzwerks zum Aufbau wirtschaftlicher Beziehungen ideal durch solche Programme zum kulturellen und touristischen Austausch ergänzt werden. „Dafür ist die Deutsche Märchenstraße ein kompetenter und bestens vernetzter Ansprechpartner“, erklärte Wittrock.
Die Kulturdelegation aus China besuchte die Deutsche Märchenstraße acht Jahre, nachdem die ersten Kontakte geknüpft worden waren. „Ich sehe diesen Besuch als Bestätigung unserer langjährigen Arbeit am chinesischen Markt und als Ermutigung, den eingeschlagenen Weg mit langem Atem weiter zu gehen“, sagte Brigitte Buchholz Blödow, die Marketingleiterin der Deutsche Märchenstraße, die mit dem Besuch der chinesischen Delegation zufrieden war. Die rund zwanzig köpfige Delegation aus Peking wurde von ihr gemeinsam mit Kassels Stadträtin Brigitte Bergholter und Kulturamtsleiterin Dorothée Rhiemeier im Brüder Grimm-Museum begrüßt. Das Dornröschen vom Schloss Sababurg überraschte die Gäste mit einem kleinen Willkommensgruß. Im Anschluss an eine exklusive Museumsführung mit Direktor Bernhard Lauer erkundeten die chinesischen Kulturfunktionäre unter fach- und sprachkundiger Betreuung von Hong Fan-Hofmeister wichtige Sehenswürdigkeiten der Stadt Kassel.
Vor der Weiterreise nach Köln dankte die deutsche Organisatorin, Manuela Hamp, im Namen der Delegation „für das beeindruckende und informative Besuchs- und Workshop-Programm in Kassel an der Deutschen Märchenstraße.“
Hintergrund Die Deutsche Märchenstraße wird bereits seit ihrer Gründung in Japan und vielen anderen Ländern dieser Welt als ein Portal zur deutschen und europäischen Kultur wahrgenommen. Dies geht wesentlich auf die weltweite Bekanntheit der Grimm´schen Märchen zurück. Seit 2004 baut die Deutsche Märchenstraße systematisch Kontakte nach China auf, um auch an diesem Markt der Zukunft Gäste für die Mitgliedsorte zu gewinnen. Seit ein bis zwei Jahre sind nicht nur im Bereich der zunehmenden Delegations- und Journalistenreisen erste Erfolge dieser Arbeit zu beobachten. Die Delegation unter Leitung des Präsidenten der „Central Academy of Cultural Administration“ wurde auf deutscher Seite organisiert und begleitet von der bbw Unternehmensgruppe, einem der größten privaten Bildungsträger in Deutschland.
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Eine chinesische Kulturdelegation war zu Besuch bei der Deutschen Märchenstraße in Kassel, um sich über Kulturmanagement zu informieren. Foto: Stadt Kassel
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