15. April 2013. Die Rettung und Versorgung einer größeren Zahl von Verletzten nach einem Unglück während einer Großveranstaltung üben Feuerwehr und Rettungsdienst der Stadt Kassel am Samstag, 20. April. Als Ort für die Katastrophenschutzübung hat die Feuerwehr Kassel das Auestadion ausgewählt. Die Übung beginnt gegen 9 Uhr und endet gegen 13 Uhr.
„Durch die Übung sollen die Abläufe bei Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei und Krankenhäusern bei einem Großschadensfall geprobt werden“, erläutert Kassels Bürgermeister Jürgen Kaiser, der als Dezernent für Feuerwehr und Rettungsdienst zuständig ist. Solche Großübungen finden in Kassel regelmäßig an unterschiedlichsten Übungsorten statt. Aufgrund des bevorstehenden Hessentages und der acht Open-Air-Veranstaltungen im Auestadion lag es nahe, dieses Jahr am Auestadion zu üben. Das hat den Vorteil, dass die Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst die örtlichen Gegebenheiten im und rund um das Auestadion genau kennen lernen.
Bei der Übung werden etwa 250 Einsatzkräfte und mehrere hundert Statisten teilnehmen, erklärt Norbert Schmitz, Leiter der Feuerwehr Kassel. Die Statisten stellen Verletzte dar und Zuschauer, die aus dem Stadion strömen. Bei Veranstaltungen im Auestadion werden mehrere tausend Zuschauer im Stadion sein. „Das kann man allerdings nicht 1:1 üben“, erklärt Schmitz. „Wir haben die Übung deshalb, was die Zuschauerzahl, die eingesetzten Hilfskräfte und die Größe des Schadensgebietes angeht, maßstabsgerecht heruntergerechnet.“ Als Übungsgebiet wird nur die Südtribüne des Auestadions genutzt.
Dort kommt es während einer Veranstaltung zu einer Verpuffung, es gibt viele Verletzte, die Zuschauer geraten in Panik und drängen über die Süd-Tore aus dem Stadion. Das ist die Ausgangslage für die Übung, erläutert Joachim Gries von der Abteilung Einsatz und Organisation der Berufsfeuerwehr Kassel. Erste Hilfe leisten der Brandsicherheits- und der Sanitätsdienst, die bei Großveranstaltungen im Auestadion immer anwesend sind. Sofort werden aber auch die Berufsfeuerwehr und mehrere Freiwillige Feuerwehren der Stadt Kassel, zahlreiche Rettungsfahrzeuge und die Technische Einsatzleitung der Stadt Kassel alarmiert.
Geübt wird auch, Rettungsfahrzeuge aus den benachbarten nordhessischen Landkreisen und Südniedersachsen zu alarmieren und in die Rettungsarbeiten einzubeziehen. Für diese richten die Feuerwehren aus Lohfelden und Zierenberg Bereitstellungsräume auf Autobahnparkplätzen bei Kassel ein, erläutert Gries weiter.
Die Einsatzkräfte sollen zunächst die Verletzten aus dem Bereich der Stadion-Südtribüne retten und zu einem Behandlungsplatz in der benachbarten Eissporthalle bringen. Nach der Erstversorgung werden die etwa 50 Verletzten-Darsteller vom Rettungsdienst in das Elisabeth-Krankenhaus und das Klinikum Kassel gebracht. Diese beteiligen sich an der Katastrophenschutzübung, indem sie die krankenhausinternen Abläufe bei einem Massenanfall von Verletzten proben.
Ziel der Übung ist es, die Alarmierung und Führung einer großen Zahl von Feuerwehr- und Rettungseinheiten sowie die Zusammenarbeit und Kommunikation von Polizei, Rettungsdienst, Feuerwehr und Technischer Einsatzleitung zu proben. Geübt wird auch die Zusammenarbeit mit den Rettungseinheiten aus anderen Landkreisen, die sogenannte Patientendokumentation und die Übergabe der Verletzten von den Rettungseinheiten im Stadion an die Sanitäter am Behandlungsplatz und von dort an die Krankenhäuser.
Die Übung am Samstag kommt für die Einsatzkräfte nicht überraschend, sie sind vorab informiert und befinden sich an ihren Unterkünften. Allerdings werden sie, wie bei einem Ernstfall, mit Blaulicht und Martinshorn ausrücken, erläutert Feuerwehr-Amtsleiter Schmitz. Während der Übung kann es rund um das Auestadion zu Beeinträchtigungen des Verkehrs kommen. „Wir bitten alle Autofahrer und Anwohner um Verständnis“, sagte Schmitz.
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