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documenta-Stadt Kassel

Schleuse Kassel soll zum Zissel öffnen und vorerst bis 2016 befahrbar bleiben - Gespräche von Ministerin Kühne-Hörmann und Oberbürgermeister Hilgen erfolgreich

19. April 2013. „Die kürzlich bekanntgewordenen Schäden an der Schleuse Kassel sollen zeitnah durch den Bund behoben werden mit dem Ziel einer Wiedereröffnung vor dem Beginn des großen Heimat- und Wasserfestes Zissel am 2. August. Mit Hilfe dieser Sanierungsmaßnahmen soll die Schleuse dann bis 2016 befahrbar bleiben“, erklärten die Hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst, Eva Kühne-Hörmann, und der Oberbürgermeister der Stadt Kassel, Bertram Hilgen nach Gesprächen mit dem zuständigen Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS), Michael Odenwald.

Eine Sanierung der Schleuse Kassel bis zum Beginn des Hessentags im Juni ist nicht möglich. Die Schleuse wird in diesem Jahr 100 Jahre alt. Die Kosten einer umfassenden Sanierung werden auf rund sechs Millionen Euro geschätzt. „Der Ausbau der Infrastruktur in Nordhessen in den vergangenen Jahren hat maßgeblich dazu beigetragen, dass die Wirtschafts- und Kulturregion heute mit ausgezeichneten Wachstumsraten zu den Boomregionen in Deutschland zählt. Selbstverständlich gehört die Schifffahrt auf funktionierenden Wasserwegen neben dem Straßen-, Schienen- und Flugverkehr dazu, insbesondere dann, wenn mit der Fulda eine funktionierende Wasserstraße vorhanden ist“, sagte die Ministerin. „Die Fulda ist als wichtige Lebensader von großer Bedeutung für Kassel mit positiven Auswirkungen auf die Wirtschaft und den Tourismus“.

Kassels Oberbürgermeister Hilgen betonte, dass die Stadtschleuse neben ihrer Funktion für die Wirtschaft auch eine enorme Bedeutung für das Lebensgefühl der Menschen in Kassel hat. Hilgen: „Wir Kasseler, Kasselaner und Kasseläner leben nicht nur am Fluss, sondern mit dem Fluss. Die Fulda ist ein Teil der Kasseler Identität“. Das komme beim jährlichen Zissel mit seinem großen Wasserfestzug zum Ausdruck, sei aber auch erlebbar bei den vielen Freizeit- und Wassersportaktivitäten, die die Menschen an und auf der Fulda unternehmen. Der Oberbürgermeister erinnerte in diesem Zusammenhang, an die mehr als 6000 Unterschriften, mit denen sich Menschen aus Kassel im November 2012 an das Bundesverkehrsministerium gewandt und den Erhalt der Schleuse gefordert hatten.

Auch wenn Oberbürgermeister Hilgen und Ministerin Kühne-Hörmann bedauern, dass die Schleuse während des Hessentags nicht wie geplant genutzt werden kann, so sehen sie in dem jetzt erzielten Ergebnis ein wichtiges Signal für die Stadt, dass im Jubiläumsjahr das Traditionsfest Zissel mit Nutzung der Schleuse stattfinden kann.

In den Gesprächen mit dem Bund wurde weiterhin vereinbart, dass eine gemeinsame Arbeitsgruppe mit Vertretern des BMVBS, des Wasser- und Schifffahrtsamtes Hann. Münden, der Universität Kassel, des HMWK und der Stadt Kassel prüfen soll, welche Maßnahmen für eine dauerhafte Nutzung der Schleuse Kassel über 2016 hinaus erforderlich sind. „Der Sanierungsbedarf der Schleuse Kassel ist kein singuläres Problem. Viele alte Schleusen in Deutschland und Europa stehen vor diesen Herausforderungen. Gleichzeitig gewinnt jedoch beispielsweise der Güterverkehr auf dem Wasser unter Umweltgesichtspunkten zunehmend an Bedeutung“, sagte Kühne-Hörmann.

Oberbürgermeister Hilgen wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass der Bund deshalb jetzt auch klar und verbindlich erklären müsse, dass er die vier weiteren Schleusen auf der Fulda zwischen Kassel und Hann. Münden dauerhaft in Betrieb hält

„Das Land Hessen hat das Ziel, Mittel in ein Forschungsprojekt zu investieren, um unter Einbeziehung der Kompetenzen der Universität Kassel zu untersuchen, ob standardisierte Verfahren zur Sanierung von Schleusen entwickelt werden können. Unser Ziel ist, auf diesem Weg den Betrieb der Schleuse Kassel über 2016 hinaus sicherzustellen“ Die Ministerin verwies auf bereits laufende Gespräche unter anderem mit den Experten in den Fachgebieten Wasserbau und Wasserwirtschaft sowie Massivbau an der Universität Kassel, Prof. Dr. Stephan Theobald und Prof. Dr. Ekkehard Fehling, sowie dem Präsidenten des Landesamtes für Denkmalpflege, Prof. Dr. Gerd Weiß. Auf Grund umfangreicher Projekte weltweit wie am Panamakanal oder am Canal Seine du Nord in Frankreich handle es sich bei Prof. Theobald und Prof. Fehling um ausgewiesene Experten mit internationalem Renommee in diesem Bereich. „Mit ihrer Hilfe kann es gelingen, in Kassel ein Verfahren zu entwickeln, dass sich als Blaupause für Sanierungsmaßnahmen weltweit eignet“, sagte die Ministerin.



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