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documenta-Stadt Kassel

Betreuung von Kindern unter drei Jahren: Eltern werden zum Bedarf befragt

03. Mai 2013. Welcher Bedarf besteht an öffentlichen Betreuungsangeboten für unter dreijährige Kinder und welche Faktoren beeinflussen dies? Dazu werden vom 8. Mai bis 5. Juni in Kassel alle infrage kommenden Eltern von unter dreijährigen Kindern – insgesamt 5.100 – angeschrieben und anonym befragt. Der ausgefüllte Fragebogen sollte dann in einem beiliegendem Antwortumschlag bis zum Stichtag unfrankiert, ohne Absender und ohne Anschreiben zurückgesendet werden.

Die Umfrage ist Schwerpunkt eines Forschungsprojektes der Technischen Universität (TU) Dortmund mit dem Titel „Kommunale Bedarfserhebungen. Der regionalspezifische Betreuungsbedarf U3 und seine Bedingungsfaktoren“. Das Forschungsprojekt – an dem sich auch die Stadt Kassel beteiligt - wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Deutschlandweit werden in 100 Städten rund 370.000 Eltern befragt.

Den teilnehmenden Städten und Landkreisen werden anschließend vom Forschungsverbund Ergebnistabellen unter anderem zu aktuellen Wünschen zur Betreuungssituation und zu Bedarfsquoten sowie Bedarfsumfang für unter Dreijährige vorgelegt. Dabei werden die Ergebnisse für die gesamte Kommune sowie für einzelne Planungsbezirke ausgewiesen. Diese Ergebnistabellen sind dann Grundlage für Experteninterviews des Forschungsverbundes mit den Städten und Landkreisen. Ziel dieser Interviews ist dann, die Elternbefragungen zu interpretieren und Informationen über die Bedingungen variierender Bedarfsquoten zu erlangen.

Bei weiterem Informationsbedarf im Zusammenhang mit der Befragung können sich die angeschriebenen Eltern mit Franz-Josef Knoop (Tel. 787-5016) oder Heidrun Pluquett (Tel. 787-5017) vom städtischen Jugendamt in Verbindung setzen.

Derweil betonte Stadträtin und Jugenddezernentin Anne Janz noch einmal, dass der Ausbau der Kindertagesbetreuung für unter dreijährige Kinder für die Stadt Kassel eine zentrale Aufgabe sei. So befinde sich die Umsetzung des Rechtsanspruchs auf einen Betreuungsplatz für Kinder unter drei Jahre in Kassel bis August dieses Jahres auf der Zielgeraden. „Qualifizierte Betreuungsplätze zu schaffen, ist vor dem Hintergrund des demografischen Wandels von großer Bedeutung für die Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie und der Bildungschancen der Kinder“, erklärte Stadträtin Janz.

Für eine zeitnahe Realisierung des notwendigen Ausbaus der Kinderbetreuung sei nach wie vor erforderlich, dass die von Bund und Land die in Aussicht gestellten Investitionsmittel vollständig und zügig an die Stadt Kassel weitergegeben werden, sagte Anne Janz.

Hintergrund: Nach dem Kinderförderungsgesetz besteht bundesweit ab 1. August 2013 für alle unter dreijährigen Kinder ein Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz. Die Bundesregierung ist dabei von einer Betreuungsquote von 35 Prozent ausgegangen. Danach benötigt die Stadt Kassel 1330 Plätze in Gruppen und 370 Plätze in der Tagespflege. Derzeit liegt die Zahl der vorhandenen Plätze für unter dreijährige Kinder bei 1400. Um das Ziel von 1700 Plätzen zu erreichen sollen zusätzliche 250 Plätze in Kita-Gruppen und 50 zusätzliche Plätze in der Tagespflege geschaffen werden. 45 zusätzliche Stellen sind dafür bei der Stadt und den freien Trägern erforderlich.

Für die Betreuung unter Dreijähriger bietet die Stadt Kassel bereits jetzt verschiedene Betreuungsformen wie Krippe, Tagespflege und altersgemischte Gruppen an. In diesen stehen Plätze für unter dreijährige Kinder zur Verfügung, deren Eltern berufstätig sind, eine Ausbildung aufnehmen, an einer Weiterbildungsmaßnahme des Jobcenters oder der Agentur für Arbeit teilnehmen oder aus sozialen bzw. pädagogischen Gründen eine Betreuung benötigen. Diesen Eltern können zwar nicht ausschließlich wohnungsnah, jedoch immer zeitnah Plätze in einer der Betreuungsformen angeboten werden.



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